Das saudi-arabische Verbrechen

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20-11-18 11:24:00,

Wie es scheint, hat das Königreich Saudi-Arabien alle Grenzen des Anstands überschritten – falls es jemals solche hatte. In den Augen vieler im Westen überschritt es sie nicht, weil es Zehntausende unschuldiger Menschen im Jemen getötet hat. Auch nicht, weil es ständig Terroristen finanziert in Syrien (und de facto in aller Welt) – häufig im Auftrag des Westens. Und nicht einmal, weil es versucht, aus seinem Nachbarland, der Halbinsel Katar, eine Insel zu machen.

Saudi-Arabiens Verbrechen gegen die Menschheit häufen sich, aber niemand – Deutschland bildet eine der wenigen Ausnahmen – verhängt Sanktionen (inzwischen haben die USA Sanktionen verhängt; Anmerkung der Übersetzerin) oder ein Embargo gegen das abgeschottete Königreich. Es schottet sich so ab, dass es noch nicht einmal Touristenvisa ausstellt, um einer genauen Durchleuchtung zu entgehen. Die Verbrechen der neueren Geschichte sind hinsichtlich ihres barbarischen Charakters unübertroffen: Hinrichtungen und anschließende Vierteilungen, Amputation von Gliedern, Folter, Bombardierung von Zivilisten.

Aber jahre- und jahrzehntelang war das alles unwichtig. Saudi-Arabien war ein treuer Diener sowohl des Big Business‘ als auch der politischen Interessen zunächst Großbritanniens und später des Westens überhaupt. Zu letzterem gehört selbstverständlich auch Israel, das mit dem saudischen Königshaus den schon fast grotesken Hass auf das Schiitentum teilt.

Und so hat niemand die Gräueltaten öffentlich diskutiert, jedenfalls niemand in den westlichen Massenmedien oder Regierungen. Währenddessen treffen in Saudi-Arabien ununterbrochen Waffen im Wert von Hunderten Milliarden Dollar ein, und das Öl, dieser dunkle, klebrige Fluch, floss weiter hinaus.

Genoss Riad gänzliche Straffreiheit? Eindeutig! Aber all dies könnte nun bald ein Ende finden wegen eines einzelnen Mannes, Jamal Khasoggi, oder genauer: Wegen seines mutmaßlichen tragischen, grauenvollen Todes hinter den Mauern des saudischen Konsulats in Istanbul.

Am 11. Oktober 2018 zitierte die New York Times türkische Behörden wie folgt:

„Am 2. Oktober, dem Tag, als Khashoggi verschwand, trafen 15 saudische Agenten auf zwei Charterflügen ein.“

Vermutlich töteten sie Khashoggi, einen saudi-arabischen Bürger, auf brutale Weise und benutzten dann Knochensägen, um seine Arme und Beine abzutrennen.

All dies geschah, während Khashoggis Verlobte, Hatice Cengiz, auf einer Bank vor dem Konsulat auf ihn wartete. Er betrat das Konsulat, um die Formalitäten für die Hochzeit mit ihr zu erledigen. Aber er kam nie wieder heraus.

Jetzt ist die türkische Nation aufgebracht.

Noch vor 10 Jahren,

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