Die Akte Korea

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27-11-18 11:04:00,

12. Juni 2018

Nachdem die beiden Präsidenten mit ihren Atomknöpfen geprotzt haben und Präsident Trump Kim als „Little Rocket Man“ beschrieb, kommt es im Juni 2018 zum Showdown. Der erste Gipfel seit 1948 mit einem nordkoreanischen Präsidenten wird von Präsident Trump als voller Erfolg betitelt. Nordkorea hatte eingewilligt, die Denuklearisierung anzustreben. Es scheint somit aus amerikanischer Sicht noch alles gut und die Welt lobt die vorbildliche Diplomatie seitens der US-Regierung.

24. August 2018

US-Präsident Trump sagt per Twitter die geplante Reise von Außenminister Mike Pompeo nach Nordkorea ab. Trump betont, dass die Fortschritte betreffend der Denuklearisierung unzureichend wären (1).

20. September 2018

Kim Jong Un und der Präsident von Südkorea Moon Jae treffen sich und es wird vernünftigerweise mitgeteilt, Nordkorea würde die Denuklearisierung beschleunigen, um endlich einen Friedensvertrag mit Südkorea zu unterzeichnen (2). Das ist eine sehr positive Nachricht. Dieser Schachzug macht auch den USA einen Strich durch die Rechnung, die die guten Absichten Kims nicht ernstnahmen.

29. September 2018

Doch Donald Trump wäre nicht Donald Trump, wenn er nicht merkwürdige Aussagen machen würde, wie am 29. September 2018 bei einer Wahlkampfveranstaltung in West Virginia. Da wendet sich nämlich das Blatt. Vormals der „Little Rocket Man“, wie Trump Kim vor einem Jahr bezeichnete, beschrieb Trump seine Beziehung zu Kim neuerdings wie folgt:

„Und dann haben wir uns verliebt, okay? Nein, wirklich — er hat mir wunderbare Briefe geschrieben, und es sind großartige Briefe“ (3).

Wir hoffen doch, dass Donald Trump und seine Administration genauso positiv und offen die Verhandlungen mit Kim Jong Un fortsetzen, denn diese Worte hören sich sehr vielversprechend an. Wie heißt es so schön? Aus Liebe macht man die verrücktesten Sachen und wer weiß, Frieden und Diplomatie mit Nordkorea wären tatsächlich verrückte Sachen für die Vereinigten Staaten von Amerika.

Ab Oktober 2018

Der friedliche Schachzug von Präsident Kim Jong Un hat Wirkung gezeigt. US-Außenminister Mike Pompeo reiste nun doch nach Nordkorea, um über die nukleare Abrüstung auf dem neuesten Stand zu sein. Ihm zufolge war das Treffen mit Kim Jong Un ein „gutes Treffen“. Es wurde ebenfalls über ein zweites Treffen mit Präsident Trump diskutiert (4).

Es sollte die Weltgemeinschaft freuen, dass anhand dieses Beispiels klar wird, dass Diplomatie und Dialog funktionieren können und nicht überall zuerst Bomben fallen müssen.

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