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27-11-18 11:36:00,

Die neuen einseitigen Sanktionen der USA gegen den Iran, Russland und Syrien kommen noch zu den für diese drei Staaten bestehenden Sanktionen hinzu. Zusammen stellen sie jetzt das härteste Embargo der Geschichte dar. Die Art und Weise, wie sie organisiert sind, ist laut der Charta der Vereinten Nationen illegal: es sind Kriegswaffen, geplant um zu töten.

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Der Verteidigungsminister James Mattis erhält Beifall von dem Finanzminister Steven Mnuchin.

Bei seiner Reise nach Moskau am 8. November hatte Botschafter James Jeffrey die Aufgabe, die Besorgnis der USA über den Ausbau des persischen Einflusses in der arabischen Welt (Saudi Arabien, Bahrain, Irak, Libanon, Syrien, Jemen) zu erklären. Washington besteht nun darauf, diese Frage in einem geostrategischen Sinn zu stellen, und nicht mehr auf religiöser Basis (Schiiten/Sunniten), obwohl Teheran seine nationale Verteidigung mit arabischen schiitischen Außenposten organisiert.

Moskau hat sich dann vorgestellt, für Teheran eine Lockerung der einseitigen US-Sanktionen durch dessen militärischen Rückzug aus Syrien aushandeln zu können. Präsident Wladimir Putin hat seinen Vorschlag nicht nur seinem amerikanischen Amtskollegen, sondern auch gegenüber dem israelischen Premierminister bestätigt, als sie sich in Paris anlässlich der Hundertjahrfeier des Endes des ersten Weltkrieges am 11. November trafen.

Er versuchte den Westen davon zu überzeugen, dass eine ausschließliche russische Präsenz in Syrien dem iranisch-russischen Tandem vorzuziehen sei. Er konnte allerdings nicht versichern, dass der Iran genügend Einfluss bei der Hisbollah habe – wie Washington und Tel Aviv es behaupten, – um ihr zu befehlen, sich ebenfalls zurückzuziehen.

Washingtons einzige Reaktion darauf war, elf Tage später, die Ankündigung des elften einseitigen Sanktionspakets gegen Russland seit Anfang August. Dieses Vorgehen wird von einer lächerlichen Rhetorik begleitet, laut der Russland und der Iran gemeinsam einen umfassenden Deal organisiert hätten, um Präsident Assad an der Macht zu halten und den persischen Einfluss in der arabischen Welt zu erweitern.

Diese Rhetorik, die man schon aufgegeben glaubte, stellt drei Staaten (die Russische Föderation, die syrische arabische Republik und die islamische Republik Iran) als Maschinen im Dienste dreier Männer (Baschar Al-Assad, Ali Khamenei und Vladimir Poutine) dar, fest zusammengehalten durch den gleichen Hass ihrer jeweiligen Völker. Diese Rhetorik unterschlägt die massive Unterstützung der Bevölkerung, die sie genießen, während die Vereinigten Staaten zutiefst zerrissen sind.

Übergehen wir einfach die alberne Behauptung, wonach Russland Persien bei der Eroberung der arabischen Welt helfen würde.

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