revolutionarer-optimismus

07-12-18 10:42:00,

Es ist eine dieser komplexen Geschichten, die so schwierig zu erzählen sind, und doch sollte man sie erzählen, man muss sie weitergeben.

Stellen Sie sich den herrlichen Mekong vor, wie er unweit von Luang Prabang, der ehemaligen Hauptstadt von Laos, entlang fließt. Der Fluss ist mächtig, gesäumt von schlammigen Uferbänken und umgeben von üppig grünen Bergen. Stellen Sie sich arme Dörfer und alte Fährverbindungen vorund kaputte Plastiksandalen an den Füßen der Einheimischen.

Dann plötzlich kann man nahe des Dorfes Phonesai einige gewaltige Betonpfeiler erblicken. Sie wachsen aus dem Wasser und von beiden Uferbänken empor, und verbinden so buchstäblich zwei Berge.

Bald werden sie eine Brücke für Hochgeschwindigkeitszüge bilden. Gebaut wird sie von China, einer Nation mit der weltweit fortschrittlichsten Technologie für Hochgeschwindigkeitszüge. Etwas weiter unten wird eine weitere Brücke entstehen, für Autos und Fußgänger.

In beide Berge werden Löcher gebohrt, vorsichtig und möglichst schonend. Hier werden zwei Tunnel hindurchführen.

Natürlich wäre es viel billiger, die Berge mit Sprengstoff zum Einsturz zu bringen. Doch Anfang dieses Jahres hat China die „Ökologische Zivilisation“ in seiner Verfassung verankert, und was es zuhause predigt, das befolgt es auch im Ausland.

Dies ist das größte Projekt in der Geschichte von Laos, und es wird oft als ingenieurtechnische Mammutaufgabe beschrieben: 154 Brücken und 76 Tunnel sowie 31 Bahnstationen. Das laotische Gelände ist sehr komplex, die Natur größtenteils noch unberührt, und so soll sie auch bleiben. Die Bahnlinie wird 414 Kilometer lang sein und die Stadt Boten an der laotisch-chinesischen Grenze mit der laotischen Hauptstadt Vientiane verbinden. Nach Schätzungen werden rund 20.000 chinesische Arbeiter am Bau mitwirken sowie mehrere Zehntausend einheimische Arbeiter.

Die Bahnlinie soll voraussichtlich 2021 betriebsbereit sein. Sie wird Laos sowohl mit China im Norden als auch mit Thailand im Süden verbinden.

China Daily berichtet:

*„Die laotische Regierung hofft darauf, dass die Fertigstellung der China-Laos-Bahnlinie die soziale und wirtschaftliche Entwicklung kräftig in Schwung bringen wird. Bereits der Bau der Linie hat in vielen Gegenden entlang der Route große Veränderungen bewirkt. *

Auf der vom Unternehmen Sinohydro betreuten Baustelle (Büro 3) zwischen den Städten Luang Prabang und Vangvieng arbeiten mehr einheimische als chinesische Arbeiter. Die umliegenden Bergdörfer haben etwa 300 Einwohner, von denen Sinohydro 3 etwa 20 für die Bauarbeiten angestellt hat.

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