gefahrden-nationalisten-und-neonazis-in-der-ukraine-den-frieden-in-ganz-europa-von-matthias-erne

10-12-18 11:20:00,

Am Ende der Kolonisation gab es bei den Genetikern im Westen einen Konsens über die Notwendigkeit, die überlegenen Rassen vor der Kontamination durch die minderwertigen Rassen mittels einer eugenistischen Politik zu schützen. Dieser wissenschaftliche Unsinn, der den Nationalsozialismus gegeben hat, ist heute nicht mehr gängig. Er taucht aber in einigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion anlässlich einer monokulturellen Konzeption der Nation wieder auf.

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Mit der Sowjetunion zerfiel 1991 ein Vielvölkerstaat, in welchem etwa 100 Ethnien lebten. Die politischen Eliten in den Nachfolgestaaten sahen sich danach mit dem Problem konfrontiert, eine eigenständige nationale Identität zu schaffen, um sich langfristig gegen eine Reintegration in ein Nachfolgereich abzusichern. Aus ideologischen Gründen hatte die Führung der Sowjetunion der Nationalitätenfrage nie grosse Beachtung geschenkt. Die Beziehungen zwischen den sowjetischen Teilrepubliken waren in jeder Hinsicht eng, und besonders Russen, Weissrussen und Ukrainer spielten eine wichtige Rolle in vielen kleineren Teilrepubliken. Viele territoriale Fragen blieben ungelöst. Das war die schwierige Ausgangslage zu Ende des Jahres 1991, als die Sowjetunion zu existieren aufhörte.

Der Umgang mit dem Nationalitätenproblem gelang nicht überall gleich gut. Während sich Russland und Kasachstan mit ihren mehr als 100 beziehungsweise 50 Ethnien als Vielvölkerstaaten verstehen, begannen andere ehemalige Teilrepubliken, sich scharf abzugrenzen.

«Und auch westliche Staaten dulden dieses Treiben nicht nur, sie fördern es sogar: Neonazis aus der Ukraine wurden in Militär-Camps im Baltikum, in Polen und Georgien militärisch ausgebildet. US-amerikanische, kanadische und britische Instruktoren bildeten diese Freiwilligen im sogenannten Ausbildungszentrum für Peacekeeping Operationen in der Nähe von Lviv (Lemberg) aus. Gerne wendet man das Universalargument des Neonazismus gegen politische Gegner im eigenen Land an. Wenn aber ukrainische und andere Nazis gegen die russischen Bewohner des Donbass und gegen Russland generell kämpfen, ist man in Washington, Brüssel und Berlin gerne bereit, ein Auge zuzudrücken.»

Entwicklung in den baltischen Republiken

Besonders einfach war das für die baltischen Republiken, die in sprachlicher, religiöser und kultureller Hinsicht wenig Gemeinsamkeiten mit Russland hatten. Basis ihres Nationalverständnisses war und ist ihre Sprache. Insbesondere Estland und Lettland begannen aber rasch, ihre russischsprachige Minderheit systematisch zu benachteiligen. Diese Minderheit macht heute in beiden Ländern etwa einen Viertel der Bevölkerung aus. Das Problem nahm derartige Ausmasse an, dass die OSZE sich gezwungen sah, einen Sonderbeauftragten einzusetzen. Kritik vom Hohen Kommissar für nationale Minderheiten (HCNM) müssten diese Staaten aber nie befürchten: Diplomaten aus EU- und Nato- Ländern dürften wohl dafür gesorgt haben,

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