Tatort zu Drohnen und Ramstein. Das Thema schmeckt einigen Kritiken nicht.

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11-12-18 05:38:00,

Der Tatort vom 9. Dezember hat eine ziemlich heftige Diskussion ausgelöst. Er hatte Schwächen, die man mit Fug und Recht kritisieren kann. Aber manche Kritiker scheinen den Sack zu schlagen und den Esel zu meinen: Ihnen passt das Thema nicht, ihnen passt nicht, dass in einem Stück mit hoher öffentlicher Aufmerksamkeit (7,69 Millionen Zuschauer, Marktanteil von 21,8 %) auch die Nutzung des Standorts Ramstein für die Drohnen-Morde der USA thematisiert wird. Albrecht Müller.

So kündigt die ARD den Tatort an: ‘Tatort “Vom Himmel hoch”, Kommissarin Lena Odenthal und ihre Kollegin Johanna Stern müssen im neuen Fall nicht nur einen Mord aufklären, sondern auch einen geplanten Anschlag verhindern.‘

Näheres zum Inhalt findet sich auf der oben verlinkten Seite der ARD.

Kritiken in deutschen Medien

Falls Sie sich einige der Kritiken anschauen wollen, dann lesen Sie bitte weiter:

Am Rande interessant fand ich, wie heftig die ehedem linksliberalen und heute verlässlich mit der Schlagseite NATO/Atlantiker versehenen Medien auf den Tatort “Vom Himmel hoch“ reagiert haben.

Hier zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung:

“Tatort” aus Ludwigshafen
Ein zu gewaltiges Thema für einen mittelmäßigen Sonntagabend-Krimi 

Hier „Die Zeit“:

“Tatort” Ludwigshafen: Und dann sammelte er Internetnachrichten
Der “Tatort” Ludwigshafen will eine dolle, politisch wuchtige Geschichte erzählen über unmoralische Drohnenkriege. Und wirkt am Ende doch nur wie Micky Maus.

Von Matthias Dell

9. Dezember 2018, 21:46 Uhr

Und hier der “Spiegel”:

“Tatort” über moderne Kriegführung
Zugedrohnt in Ludwigshafen

Weltpolitik in der pfälzischen Provinz: Während Deutschland und die USA neue militärische Allianzen verhandeln, planen Kurden einen Drohnenanschlag. Ein “Tatort”, der sich am großen Thema verhebt. Von Christian Buß 

A.M.: Diesen Kommentar finde ich besonders lustig. Er betrifft indirekt die NachDenkSeiten. Der “weltläufige” Kommentator Christian Buß aus der “Weltstadt” Hamburg im “Weltblatt” Spiegel macht sich über die “Pfälzer Provinz” her. Klar, von der hohen Warte der Atlantiker sehen Ludwigshafen am Rhein und Ramstein in der Westpfalz schon ganz schön nach Provinz aus. – Von der Warte der pfälzischen Provinz, jedenfalls vom Gründungs- und Arbeitsort der NachDenkSeiten im (süd-) pfälzischen Pleisweiler sieht das nahezu gleichgeschaltete Hamburger Blatt “Der Spiegel” und sein Ableger “Spiegel Online” allerdings außerordentlich provinziell aus – auch wenn die Texte und Kampagnen systematischer Meinungsbeeinflussung in der “Weltstadt” Hamburg verbrochen werden.

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