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12-12-18 10:14:00,

Die Illusion einer friedlichen Lösung im Jemen
von Stephen Lendman

In einer Mitte November gehaltenen Ansprache log der saudische König Salman, als er behauptete, er unterstütze die Beendigung des jahrelangen Krieges, eine Vorstellung, die sowohl er als auch der Kronprinz Mohammad bin Salman und die Hardliner im Trump-Regime ablehnen. Nachdem zuvor die Feindseligkeiten gegenüber Jemens Hafenstadt al-Hudaida, der Lebensader des Landes, im Zuge einer strategischen Neuausrichtung ausgesetzt worden waren, setzten die Saudis und die Emiratis ihre terroristischen Bombardements ab dem 19. November jedoch wieder mit unverminderter Härte fort.

Ein Resolutionsentwurf der Briten im UN-Sicherheitsrat, der alle Parteien auffordert, ihre Kriegshandlungen in al-Hudaida sowie anderswo in dicht besiedelten Gebieten einzustellen, und außerdem verlangt, humanitäre Hilfe ungehindert ins Land zu lassen, wird auch dann nichts erreichen, wenn alle Mitglieder des Sicherheitsrats der Resolution zustimmen. Denn Washington, die NATO und die Saudis brechen zusammen mit ihren kriegsbesessenen Verbündeten schamlos jeden Beschluss des Sicherheitsrats sowie andere internationale Gesetze, wenn diese ihrer imperialen Agenda im Wege stehen.

Allein der jahrelange, von der Trump-Regierung noch weiter angeheizte, US-Drohnen-Bomben-Terror hat inzwischen unzählige wehrlose jemenitische Kinder und andere Zivilisten dahingemetzelt. Ein Einwohner brachte es wie folgt auf den Punkt: “Wir leben immerzu in großer Angst. Die Drohnen sind ununterbrochen am Himmel!” Und von dort aus bringen sie Tod und Zerstörung über das Land, massakrieren unzählige Menschen.

Leider ist UN-Generalsekretär António Guterres ein Teil des Problems, da er Washingtons imperiale Agenda genauso unterstützt wie seine Vorgänger, obwohl er das Gegenteil behauptet. Vor einigen Wochen erst hatte eine Statistik der UNO die Wahrheit auf den Kopf gestellt, in der behauptet wurde, der Krieg hätte bislang 6.400 Menschen getötet und etwa 30.000 verletzt. Dabei sind in Wirklichkeit seit Beginn der US-Aggression gegen den Jemen im Oktober 2001 hunderttausende Jemeniten im Krieg umgekommen und von unbehandelten Krankheiten, Hunger und Entbehrung hinweggerafft worden. Indem das Büro des UN-Generalsekretärs die Opferzahlen derart herunterspielt, begeht es ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es ist ein schrecklicher Affront gegen die vielen Millionen, seit Jahren leidenden Jemeniten, die Opfer US-imperialistischer Boshaftigkeit wurden und sind.

Ein Monate zuvor über Guterres’ Sprecher erfolgtes Statement zum Jemen beinhaltete so ziemlich dasselbe, was der Generalsekretär immer dann von sich gibt, wenn es um die Aggressionen der USA, NATO und Israels geht: Alle Seiten werden aufgefordert,

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