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12-12-18 02:16:00,

In einem Artikel rückt die Amadeu Antonio Stiftung (AAS) Redakteure der NachDenkSeiten in die Nähe von Antisemiten. Verschärft wird der Vorgang dadurch, dass die Stiftung solche Texte auch von öffentlichen Mitteln bezahlt. Fließen über die Förderung der AAS durch die Bundesregierung indirekt Steuergelder in Propaganda gegen alternative Medien? Von Redaktion.

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In dem Text „Antisemitismus von links – Die verkürzte ‚Neoliberalismuskritik der Nachdenkseiten‘“ rücken die Autoren Volker Koehnen und Tom Uhlig Redakteure der NachDenkSeiten in infamer, aber altbekannter Weise in die Nähe von Rechtsradikalen. Zudem wollen die Autoren den Exponenten des Finanzkapitalismus und der US-Kriege einen Schutzschirm umlegen, indem sie deren Kritiker als Antisemiten „brandmarken“.

Die Redaktion der NachDenkSeiten stellt sich geschlossen hinter die angegriffenen Kollegen und weist die Vorwürfe als konstruiert und bösartig zurück. Doch auch damit erfüllen die NachDenkSeiten laut Koehnen und Uhlig nur wieder rechte Klischees: „Das verbindet sie alle, von AfD, PEGIDA und Erika Steinbach bis hin zu ‚aufstehen‘ und den NachDenkSeiten: ihre auf den ersten Blick naive, in Wahrheit aber perfide Art, Antisemitismus auf die Person des Juden oder der Jüdin zu reduzieren.“

Laut Artikel werde von den NachDenkSeiten und der beschriebenen Querfront-Koalition geleugnet, „dass es auch einen Antisemitismus gibt, der ohne explizite Bezugnahme auf den Begriff ‚Jude‘ auskommt und sich stattdessen mit Anspielungen, Codewörtern und gängigen Bildern, die dort intuitiv und sofort verstanden werden, wo sie verstanden werden sollen, begnügt.“

Die angebliche Nutzung von (nicht direkt judenfeindlichen) „Anspielungen“ und „Codewörtern“ soll den Autoren einen Freibrief ausstellen, Andersdenkende mit einem der bösesten Vorwürfe überhaupt zu überziehen. Mit diesem weit gefassten Freibrief zur Diffamierung ausgestattet, versammelt der Text anschließend zahlreiche gängige Floskeln, mit denen aktuelle pseudolinke Akteure ihre Kritiker diffamieren wollen: Von der „verkürzten Kapitalismuskritik“ über die „antiamerikanischen Verschwörungstheorien“ bis eben zur (kodierten) Judenfeindlichkeit. Der Artikel bewegt sich auf einem höchst verzerrenden und verleumderischen Niveau, darum soll hier nicht detailliert darauf eingegangen werden: Der Text ist politisch und intellektuell nicht satisfaktionsfähig. Einige besonders schrille Zitate finden Sie weiter unten.

Mit Steuergeldern gegen die NachDenkSeiten?

Wer den Text in seiner ganzen umfangreichen Breite studieren möchte, kann dies hier tun.

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