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13-12-18 03:31:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Ein alter Mensch stirbt. Das passiert täglich, weltweit. Manch Mensch stirbt anonym. Viele Menschen sterben in Anwesenheit ihrer Liebsten, im Kreise der Familie. Manch Mensch erhält zusätzliche Aufmerksamkeit durch den gesellschaftlichen Status, ausgehend einer vermeintlich herausragenden Lebensleistung.

Dieser Sonderstatus resultiert aus der Tatsache, wodurch sich der zu Betrauernde in individueller Rückschau hervorgetan hat. Was hat der, bzw. die Verstorbene im Rahmen nachweislicher Funktionen für die Nachwelt hinterlassen, um einer breiteren medialen Betrachtung gerecht zu werden?

Am 30. November 2018 verstarb George H. W. Bush. Ihm widerfuhr ein weltweites mediales Gedenken. Es lässt sich resümieren, annähernd durchgehend positiv wurde die Lebensleistung dieses Mannes reflektiert und vor allem honoriert. Warum ist dem so? Beschränken wir uns auf die Medien in Deutschland und ihrer Reminiszenz an diese Person, den Gentleman-Präsidenten, so die Zeitung Die Zeit am 01.12.2018.

Der Artikel startet mit der inzwischen in hiesigen Medien so beliebten Trivialbetrachtung: Ach, könnte man seufzen, säße nur heute einer wie er im Weißen Haus in Washington. Dann wäre dort statt eines Mannes mit orangefarbener Tolle, wilden Ausfällen und verwirrender Programmatik ein Herr zu sehen. Ein eleganter, gut aussehender Neuengländer, der im Gegensatz zum aktuellen Amtsinhaber auf seine, die 41. Präsidentschaft, vorbereitet war wie kaum einer seiner Vorgänger oder Nachfolger. Und dem gerade wir Deutschen ungeheuer viel zu verdanken haben. (1)

Die erste Information bezieht sich auf den Job als CIA Chef der USA in den Jahren 1976/77. Der Dank der Deutschen basiert auf seiner Rolle im Rahmen der Deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990.

Dazu die Bild: Er war ein Glücksfall für Deutschland (2)

Tagesschau.de erinnert, bzw. informiert: Heute gilt George Herbert Walker Bush unter Historikern als einer der außenpolitisch erfolgreichsten US-Präsidenten. Schon vor seiner Wahl hatte er wichtige außenpolitische Erfahrungen gesammelt: in den 80er Jahren war Bush acht Jahre lang Vizepräsident unter Ronald Reagan. Davor CIA-Chef sowie Botschafter bei den Vereinten Nationen und in China.

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