die-welt-von-morgen

14-12-18 01:47:00,

In den ersten fünf Teilen dieser Serie haben wir uns mit der Notwendigkeit eines alternativen Gesellschaftssystems und mit dessen humanistischen Grundprinzipien beschäftigt. Wir haben ein politisches System entwickelt und darauf aufbauend eine alternative Form der Verteilung und Versorgung sowie der Produktion. Daraufhin haben wir die Veränderungen der Gesellschaft untersucht. Dies wird im Folgenden nun fortgesetzt. Dabei steht insbesondere die Rolle der Medien in dieser neuen Gesellschaft im Fokus.

Die Medien sind im Kapitalismus zu einer reinen Ablenkungs- und Propagandaindustrie verkommen. Mit billig produzierten Formaten, schlechten Reality- oder Casting-Shows sowie Sportveranstaltungen halten sie die Menschen in einer Wohlfühlblase, die drängende Probleme und Notwendigkeiten der Veränderung ausblendet. Auch die Formate, die sich als informatives Bildungsprogramm kaschieren, ähneln mehr einer propagandistischen Inszenierung. Diese soll den Menschen ein klares Feindbild außerhalb der eigenen Gesellschaft präsentieren, um den Zusammenhalt im Inneren zu stärken und Verständnis für das Regierungshandeln zu erzeugen, das dabei stets als unausweichliche – geradezu alternativlose – Notwendigkeit zum Wohle aller dargestellt wird.

Die meisten Medien sind in der Hand weniger, wohlhabender Menschen konzentriert und werden in ihrer Berichterstattung durch global agierende ThinkTanks beeinflusst, in denen Journalisten wiederum Mitglieder sind. Ihre diktatorische Macht erhalten diese wohlhabenden Menschen durch Erzeugung eines ihre Macht stützenden Konsenses, durch den sie die Menschen beeinflussen und auf ihre Linie bringen. Gleichzeitig wird der Meinungskorridor extrem eingeschränkt und alternative Denkweisen werden aus dem gesellschaftlichen Konsens ausgeschlossen. Jeder, der außerhalb dieses Korridors die herrschenden Verhältnisse kritisiert, wird mit absurden Kampfbegriffen wie „neurechts“ oder „Verschwörungstheoretiker“ überzogen und medial niedergeknüppelt, was zu öffentlicher Ächtung führt.

Wenn man die Inhalte der Medien genauer betrachtet, stellt man schnell fest: Im Großen und Ganzen sind sie sich einig. Die Feindbilder sind immer klar definiert, unauffällige Probleme werden meist ignoriert oder schöngeredet, und nur, wenn die Unzulänglichkeiten des kapitalistischen Systems allzu offensichtlich werden, haben die Medien die Symptome benannt und verurteilt. Die grundlegende Ursache, nämlich ein entfesseltes, kapitalistisches System und die Machtkonzentration in den Händen weniger, nicht gewählter wohlhabender Menschen, wird jedoch stets mit dem Mantel des Schweigens verhüllt.

Natürlich zeigen oder veröffentlichen die Medien auch Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen. Diese verlaufen allerdings innerhalb des sehr engen Meinungskorridors, kommen kaum über reine Symptombehandlung hinaus und dienen auch mehr dem Zweck, Meinungspluralität zu inszenieren.

Die Medien, allen voran das Fernsehen, verstehen es meisterhaft, Diskussionen von gesellschaftlich relevanten Themen auf vollkommene Überflüssigkeiten abzulenken.

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