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17-12-18 01:39:00,

»Moralische Werte sind nicht Zweck, sondern Mittel der Machtpolitik.«, erklärte Nicholas J. Spykman – einer der wichtigsten US-Geo­stra­tegen des 20. Jahrhunderts – in seinem Buch America’s Strategy in World Politics: The United States and the Balance of Power von 1942.

Deshalb ist, wann immer geopolitische Akteure und die ihnen zugehörigen Medien moralische Werte als Begründung für ihr Handeln anführen, besondere Skepsis geboten.

Dies gilt etwa dann, wenn ein UNO-Bericht (verfasst unter Aufsicht eines US-Diplomaten und eines ehemaligen NATO-Funktionärs) der syrischen Regierung Giftgasangriffe vorwirft.

Oder dann, wenn die britische Regierung der russischen (mit vielen Folien, dafür ohne Belege) einen Giftmordversuch anlastet.

Auch dann, wenn das World Economic Forum die (ökonomisch nützliche) Migration fördern möchte.

Sicherlich dann, wenn angeblich russische Wahlhacker von der Firma Crowdstrike identifiziert werden (deren Gründer Mitglied des Atlantic Council ist, und deren Präsident Cyber-Experte unter FBI-Direktor Mueller war, der nun die Russland-Untersuchung leitet).

Aber selbst dann, wenn der angebliche Schuldige der saudische Kronprinz sein soll (der sich für Waffensysteme aus Russland und Wirtschaftskooperation mit China interessiert).

Medien und Moral – meist ein machtvoller Mix.

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