Studie: Drohnen werden in der Bevölkerung negativ assoziiert

studie-drohnen-werden-in-der-bevolkerung-negativ-assoziiert

02-01-19 12:51:00,

Frauen stehen der zivilen Nutzung von Drohnen in Deutschland eher skeptisch gegenüber, während Männer dem Einsatz der Technologie vorwiegend zustimmen. Das geht aus einer Studie hervor, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem Institut für angewandte Sozialforschung (infas) zur Akzeptanz unbemannter Luftfahrzeuge erstellt hat.


Wir haben unser 2018 Ziel erreicht. Danke!
Für mehr netzpolitik.org 2019 spenden!

netzpolitik.org – unabhängig & kritisch dank Euch.

Für die repräsentative Umfrage wurden Telefoninterviews mit 832 Personen zwischen 14 und 94 Jahren geführt. Auch das Alter ist demnach für die Unbekümmertheit gegenüber Drohnen maßgeblich: Nur 27% der jungen Befragten zeigten sich besorgt, bei SeniorInnen lag dieser Wert bei 65%.

Ältere Menschen zeigen sich gegenüber Drohnen eher besorgt. Alle Rechte vorbehalten DLR
Häufigste Assoziation „Ausspähen/ Spionage/ Überwachung“

Auch die weiteren Ergebnisse der Studie sind interessant. So sind Drohnen nahezu allen Befragten bekannt, zehn Prozent haben sogar schon einmal selbst eine geflogen. In der Umfrage wurde auch gefragt, für welche „weiteren technischen Möglichkeiten“ Drohnen eingesetzt werden könnten. Genannt wurden zuerst die Bereiche „Überwachung/ Spionage“ sowie „Militär/ Waffe/ Waffentransport“. Der Begriff „Drohne“ wird aber häufig negativ beschrieben. Zu den häufigsten Assoziationen gehören demnach „Ausspähen/ Spionage/ Überwachung“ (30%), gefolgt von „Filmaufnahmen/ Luftaufnahmen/ Vermessung/ Aufklärung“. 16% der Befragten assoziieren Drohnen mit „Militär/ Waffe“.

Laut der Studie ist die Akzeptanz einer Nutzung durch Polizei und Feuerwehr aber sehr hoch. Diese sollten demnach auch über Möglichkeiten verfügen, mithilfe entsprechender Verfahren eine kontrollierte Landung der Drohnen herbeizuführen. Auch die Überwachung des Verkehrs oder von Anlagen zur Energieversorgung mit zivilen Drohnen wird grundsätzlich positiv gesehen. Bezüglich der Behörden mit Sicherheitsaufgaben wurde jedoch nur nach Einsätzen im Rettungs- und Zivilschutz gefragt. Die Umfrage erkundigte sich nicht nach der Meinung zur Überwachung von Liegenschaften, Fußballspielen oder Demonstrationen, wie es von der Polizei in einigen Bundesländern betrieben wird.

Zustimmung für polizeiliche Nutzung für Rettungseinsätze. Aber nicht zur Überwachung? Alle Rechte vorbehalten DLR

Am Ende des Telefoninterviews wurden die Teilnehmenden gefragt, ob sich die Einstellung mit dem Verlauf des Telefonats geändert hat. Die Studienleiterin Maria Stolz vom DLR-Institut für Flugführung in Braunschweig erkennt eine „leichte Verschiebung ins Positive“. Daraus folgert das Institut, dass „die Beschäftigung mit dem Thema und die Informationsvermittlung bereits zustimmungsfördernd auf das Meinungsbild“ wirken.

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: