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08-01-19 01:21:00,

Screenshot: Video European Supercomputers/YouTube

  1. EU-Kommission will künstliche Intelligenz zur Überwachung nutzen

  2. Einsatz zur Strafverfolgung und Gefahrenabwehr


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Ein EU-Dokument vergleicht das Maschinenlernen mit der Erfindung der Elektrizität. Insgesamt sollen 20 Milliarden Euro in Forschungen zu “KI made in Europe” fließen

Ein Koordinierter Plan für künstliche Intelligenz der Europäischen Union sieht vor, Algorithmen verstärkt in den Bereichen “Migration und Infrastrukturüberwachung” einzusetzen. So steht es im Anhang der Mitteilung der EU-Kommission, die der Generalsekretär kurz vor Weihnachten an den Rat gerichtet hat. KI-basiertes maschinelles Lernen soll demnach vor allem in den Bereichen Geoinformation und Erdbeobachtung genutzt werden.

Die EU betreibt das Programm Copernicus, das aus zunächst sechs optischen und radarbasierten Satelliten besteht. Die aus dem All generierten Bilder und Geodaten werden für Umwelt- und Sicherheitsbelange genutzt. Als wichtigster Abnehmer im Sicherheitsbereich gilt Frontex, die über “Copernicus” Satellitendaten für ihr Grenzüberwachungssystem Eurosur anfordert. Auch die Überwachung des “Grenzvorbereichs” erledigt die EU-Grenzagentur unter anderem mit Satellitendaten. Eurosur ist laut Frontex jetzt schon in der Lage, mithilfe von Algorithmen verdächtige von unverdächtigen Schiffen zu unterscheiden.

Beitrag zur “faktengestützten politischen Entscheidungsfindung”

Als weitere Anwendungsgebiete von KI zur “Politikumsetzung und -überwachung” nennt die Kommission Klimawandel, Umweltschutz, Landwirtschaft, Stadtentwicklung und Cybersicherheit. Auch im Katastrophenschutz soll KI zur “faktengestützten politischen Entscheidungsfindung” eingesetzt werden.

Gemeint sind Anwendungen zur “Krisenfrüherkennung”, wie sie unter anderem im Auswärtigen Amt genutzt werden. Dabei werden öffentlich verfügbare Daten unter anderem aus dem Internet oder aus Datenbanken des Ministeriums verarbeitet. Auch das Verteidigungsministerium forscht mit der Firma IBM an solchen Verfahren.

In dem Papier der Kommission werden Daten als “Rohstoff” für KI bezeichnet. Bald gilt in der Europäischen Union die neue Verordnung über den freien Verkehr nicht personenbezogener Daten. Anschließend will die Kommission große Datenbestände, “insbesondere maschinell erzeugte Daten”, einheitlich formatieren und in “gemeinsamen europäischen Datenräumen” verfügbar machen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Erdbeobachtungsdaten und Informationen aus “Copernicus”.

Supercomputer zum Trainieren von KI

Der “Koordinierte Plan für künstliche Intelligenz” strotzt vor euphorischen Formulierungen. So vergleicht die Kommission KI mit der Erfindung der Elektrizität.

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