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10-01-19 01:50:00,

Die allmähliche Abschaffung der 500-Euro-Scheine war womöglich nur der Anfang: Gleich mehrere Fakten sprechen für eine Agenda der Zentralbanken, das Bargeld komplett abzuschaffen. Das würde vor allem der Wirtschaft und den Staatskassen zugutekommen. Der Bürger hätte das Nachsehen, ihm würde eine Enteignung drohen.

Ab April 2019 werden in Deutschland und Österreich keine neuen 500-Euro-Scheine mehr ausgegeben, in den übrigen Euro-Ländern sogar bereits ab Ende Januar. Zwar bleiben alte Scheine als Zahlungsmittel im Umlauf und sind auch unbegrenzt umtauschbar, neue Banknoten dieser Art werden dann aber nicht mehr produziert. Die Gründe für die Abschaffung sind jedoch überwiegend fadenscheinig.

Der „kriminelle“ 500er

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AP Photo / Aaron Favila

So heißt es immer wieder seitens Banken und Sicherheitsbehörden, vor allem Millionäre und Ultra-Reiche hätten den 500er gebraucht, um Vermögen zu horten. Und natürlich Kriminelle, denn Bargeld hinterlässt keine Spuren. Ob Erpressung, Drogengeld oder Waffenhandel – der 500er wurde von den Zentralbanken verteufelt. In Wirklichkeit ist aber das Gegenteil der Fall: Kriminalität braucht kein Bargeld. Längst schon hat sich das organisierte Verbrechen durch digitale Währungen wie Bitcoin oder durch Offshore-Konten eine Alternative gesucht. Kriminelle Aktivitäten werden also sicher nicht enden, nur weil es keine 500-Euro-Banknoten mehr gibt.

Das Ganze passt in eine Agenda, die die Zentralbanken nicht erst seit gestern verfolgen. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, John Cryan, hatte sich bereits 2016 als Bargeld-Skeptiker geoutet und eine Abschaffung der Barzahlung innerhalb von zehn Jahren für realistisch gehalten. Bargeld sei ineffizient, so die Aussage des Ex-Bankchefs beim damaligen Weltwirtschaftsforum in Davos. Und mit dieser Meinung steht Cryan nicht alleine da.

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