ein-failed-state-voller-ol-und-gas-kann-libyen-seine-zukunft-in-die-hand-nehmen

10-01-19 04:17:00,

Armut, Bandenkriege und Chaos herrschen dort, wo das Volk einst im Wohlstand lebte. Mit dem Nato-Krieg 2011 ist Elend über Libyen hereingebrochen. In diesem Jahr wählen die Libyer einen neuen Präsidenten. Wird ihr Wille etwas ändern? Denn mächtig sind die Kräfte, die an einem gescheiterten Libyen interessiert sind, schreibt das Portal „Swesda“.

Wie viele Menschen in Libyen seit 2011 gestorben sind, weiß man nicht genau. Mindestens 15.000 sind es wohl, bei Höchstschätzungen wird von 65.000 ausgegangen, schreibt das Portal.

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Sputnik / Andrey Stenin

Und das in einem Land, in dem die Bevölkerung einst von den Erlösen aus dem Öl- und Gasexport profitierte. Muammar Gaddafi hatte die wertvollen Ressourcen nationalisiert und sorgte mit der Regierungsform der Dschamahirija für einen gerechten Ausgleich innerhalb der Stammesgesellschaft.

Die libyschen Öl- und Gasvorkommen waren denn auch einer der Hauptgründe dafür, dass die Vereinigten Staaten, Großbritannien und ihre Verbündeten einen blutigen Konflikt in dem nordafrikanischen Land provoziert haben, so das Portal.

Im Sommer des vergangenen Jahres war die Lage in Libyen zusätzlich eskaliert: Bewaffnete Banden überfielen Tripolis, Hunderte Menschen wurden bei Zusammenstößen verletzt oder getötet, aus den Gefängnissen der Hauptstadt flohen mehrere Hundert Insassen, hauptsächlich ehemalige Anhänger von Muammar Gaddafi. Nach dem Überfall wurden die Präsidentschaftswahlen im Land auf das Frühjahr 2019 verschoben.

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