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13-01-19 11:35:00,

De Laval Melkroboter während des Melkens. Foto: St. Krug / CC BY-SA 3.0

  1. Roboter auf dem Feld und im Stall

  2. Roboter melken effizienter


  3. Auf einer Seite lesen

Wieviel und welche Technik vertragen Öko-Landbau und -Tierhaltung?

Die Technisierung im Stall und auf dem Feld ist im Laufe der letzten Jahrzehnte stets weiter vorangeschritten. Inzwischen gehen Ackerbauern immer routinierter mit ihren Maschinen um. Ob Saatgutkombinationen, Düngerstreuer, Grubber, Eggen, Spritzgestänge, Mähdrescher, Kartoffelroder – je größer und schwerer die Maschinen, desto höher ist die Arbeitsleistung. Das hat seinen Preis: Unter dem immensen Gewicht der Maschinen verdichten sich die Böden, darunter leiden Bodenfruchtbarkeit, Bodenlebewesen und Nährstoffverfügbarkeit – auch auf Bio-Äckern.

Gerade im Ökolandbau spielt Technik eine bedeutende Rolle. Denn hier müssen die Bauern mit der Unkrautregulierung den konventionellen immer einen Schritt voraus sein. Was an unerwünschten Kräutern aufkeimt, kann nur durch Hacken, Striegeln, Häufeln, Eggen oder auch thermisch – durch Abflammen – eingedämmt werden. Mehrgliedrige Fruchtfolgen helfen den Unkrautdruck so gering wie möglich zu halten. Außerdem werden blühende Kräuter auf Ackerrandstreifen gezielt gefördert.

Moderne Bodenbearbeitungsgeräte wie sensorgesteuerte Hackroboter mit angehängten Geräten waren auf den Öko-Feldtagen im Juni 2017 im nordhessischen Frankenhausen zu bewundern.

Während bei den GPS-gesteuerten Anbaumaschinen mit passgenauer Spurführung noch ein Mensch am Steuer sitzt, bewegen sich Mini-Roboter mittels modernster Software ferngesteuert über den Acker, während sie mittels Kameras und Sensoren Unkräuter und Schädlinge beseitigen.

Der Jätroboter “Oz” zum Beispiel fährt blinkend und geräuscharm durch die Reihen und häufelt Erde über das Unkraut. Auch der smarte “Bonirob” wurde so konzipiert, dass er Unkraut von Möhren unterscheiden kann. Zum Beispiel auf den Äckern der Gesellschaft Westhof: Wo früher Saisonarbeiter auf 160 Hektar Möhren in gebückter Haltung Beikräuter jäteten, dreht heute der Roboter seine Runden.

Leichtere Maschinen schonen die Böden

Wie aber sieht es bei kleineren Betrieben aus? Können die sich überhaupt teure Roboter leisten? “Technik und vor allem Software sind bei geringer Stückzahl teurer”, glaubt Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstand im Bund ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Würden sie in großer Stückzahl hergestellt,

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