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21-01-19 05:18:00,

von Rainer Rupp.

Linke Rückbesinnung auf Kampf für Frieden und den für soziale Gerechtigkeit. Und eine kämpferische wie auch begeisternde Rede von Sahra Wagenknecht reißt das Publikum von den Sitzen. Missgunst der Qualitätsmedien ermuntert Abgeordnete zu einem Offenen Brief.

Nach den innerparteilichen Querelen in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres hat sich nun die Linkspartei beim Jahresauftakt ihrer Bundestagsfraktion am Sonntag, dem 13. Januar, in großer Einmütigkeit präsentiert. Vor Hunderten von Anhängern in dem bis auf den letzten Platz besetzten Saal des früheren „Kino Kosmos“ an der Karl-Marx-Allee nahmen prominente Vertreter der Partei zu aktuellen Problemen Stellung, die den arbeitenden Menschen in diesem Land unter den Nägeln brennen. Alle Redner betonten, dass sich „Die Linke“ in Zukunft noch mehr als bisher auf ihre beiden Kernkompetenzen konzentrieren werde, nämlich auf die Friedenspolitik und die soziale Gerechtigkeit in unserem Land.

Während der etwa dreieinhalb Stunden dauernden Veranstaltung wurden vielseitige Themen angesprochen. So diskutierten z.B. Gregor Gysi und Oskar Lafontaine, moderiert von MdB Sevim Dağdelen, über die großen Linien linker Politik. Oder MdB Caren Lay sprach mit der Mietpreis-Aktivistin von ver.di, Ariane Raad, über die desolate und sich weiter verschlechternde Lage bei bezahlbarem Wohnraum, um anschließend mit Harald Hahne, Gesamtbetriebsrat bei Vitanas, die erschreckende Versorgungslage in der Altenpflege zu erörtern, und um – last but not least – der bekannten und erst jüngst wegen §219a verurteilten Frauenärztin Kristina Hänel das Wort zu geben.

Fast alle Spitzenvertreter der Partei bekamen die Chance, ihre politischen Positionen abzustecken: Dietmar Bartsch, Jan Korte, die Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger, Bodo Ramelow und Kristina Vogt. Und zum Abschluss gab es eine Rede von der Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht. Trotz der mehrstündigen Veranstaltung kam im Publikum keinerlei Müdigkeit auf. Ein Grund dafür war sicherlich, dass das Programm mit Live-Musik-Einlagen der „Steinlandpiraten“ und der Kult-Band „Stern-Combo Meißen“ immer wieder für Abwechslung sorgte.

Politisch bot die Veranstaltung ein überaus harmonisches Bild. Nur an einigen wenigen Stellen zeigte sich, dass so manche alten Querelen noch nicht überwunden sind. So lobte z.B. Riexinger die Europäische Union (EU) wieder über den grünen Klee. Er schwärmte von einer „Seele“ der EU und ihrem außerordentlichen „Humanismus“. Diesen Punkt griff dann Wagenknecht in ihrer sehr kämpferischen und mitreißenden Rede noch einmal auf,

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