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21-01-19 05:24:00,

Venezuela sitzt auf den größten Erdölreserven der Welt und Hugo Chávez wollte diesen Reichtum, so verlautete es zumindest damals aus Caracas, mit der verarmten Bevölkerung teilen. Seit seinem Tod schmieden die USA und ihre Verbündeten einen Machtumsturz – alles um sich diesen Schatz unter den Nagel zu reißen?

Der heutige venezolanische Präsident Maduro wirft seinen politischen Gegnern regelmäßig vor, Umsturzversuche gegen ihn zu schmieden. Anfang Dezember hatte er beispielweise die Vereinigten Staaten beschuldigt, mit Hilfe von Kolumbien und dem rechtsextremen neuen brasilianischen Staatschef Jair Bolsonaro seinen Sturz zu planen. Dies geschah, nachdem US-Außenminister Mike Pompeo bei einem Treffen mit Kolumbiens Präsident Iván Duque Initiativen „für die Wiederherstellung demokratischer Strukturen in Venezuela“ angekündigt hatte.

Im Januar, kurz vor dem Beginn der zweiten Amtszeit von Nicolás Maduro, ist der venezolanische Präsident von der Lima-Gruppe dann aufgefordert worden, auf die Vereidigung zu verzichten. Damals annoncierte Pompeo bei einem Außenministertreffen der 14 Mitgliedsstaaten der lateinamerikanischen Lima-Gruppe ein gemeinsames Vorgehen mit Kräften aus Lateinamerika gegen Venezuela und bekräftigte den Willen Washingtons, einen Regimechange in Venezuela herbeizuführen. Die 14 Staaten forderten Maduro auf, die Macht abzugeben, um die „Demokratie wiederherzustellen“.

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AFP 2018 / Marcos Moreno

Derweilen teilen nun die Streitkräfte des lateinamerikanischen Landes mit, am Montag mehrere Offiziere in der Hauptstadt des Landes, Caracas, wegen eines Putschversuchs festgenommen zu haben. Die Aufständischen, die den Umsturzversuch anführten, sollen bereits von den Sicherheitsdiensten vernommen werden. Wenn man den Angaben aus Caracas traut, ist dies bereits der zweite Versuch, die Regierung zu stürzen.

Das Brisante daran: Unter Berufung auf US-Regierungsvertreter und einen früheren venezolanischen Militärkommandeur hatte die New York Times im September 2018 berichtet, dass die US-Regierung in Gesprächen mit aufständischen Militärs einen Sturz der Regierung unter Nicolás Maduro geplant, aber schließlich verworfen haben soll.

Wollte Hugo Chávez den Reichtum ans Volk weitergeben?

Die Hintergründe dieser Umsturzversuche scheinen auf der Hand zu liegen: Mit mehr als 300 Milliarden Barrel verfügt Venezuela ja eigentlich über die größten Erdölreserven der Welt. Beim aktuell niedrigen Ölpreis entspricht das einem Börsenwert von 18 000 Milliarden Dollar. Man sollte also glauben, dass in Venezuela ein ähnlicher Reichtum wie in Saudi-Arabien herrscht, doch das Volk hungert und das Land steht kurz vor dem Staatsbankrott.

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REUTERS / Adriana Loureiro

In der zweiten Hälfte des 20.

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