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29-01-19 12:59:00,

Fracking in den USA. BIld: Rhod08/CC BY-SA-4.0

Mit einer Technik, die zur Zündung von Atomwaffen entwickelt wurden, sollen Schockwellen in großer Tiefe ausgelöst werden, um dort an Schiefergasvorkommen heranzukommen

Eigentlich hat China die größten Schiefergasvorkommen der Welt, aber das Land führt gleichzeitig weltweit am meisten Gas ein. 2017 hat China gerade einmal 6 Milliarden Kubikmeter Schiefergas gefördert, meist durch Fracking, das ist ein Anteil von 6 Prozent an der gesamten Gasförderung. Die Energy Information Administration der USA geht davon aus, dass bis 2050 Schiefergas 40 Prozent der Gasförderung ausmachen wird, wodurch China nach den USA zum zweitgrößten Schiefergasproduzenten werden könnte.

China war eigentlich einer der Pioniere im Fracking, die ersten kommerziellen Förderungen begannen bereits 2009. Es gibt in ganz China Vorkommen, am meisten im Sichuan-Becken. Das Problem liegt darin, dass 80 Prozent der Schiefergasvorkommen mehr als 3.500 Meter unter dem Meeresspiegel liegen. Das ist für die normalen Fracking-Methoden bei weitem zu tief, die Wasser und Chemikalien in die Spalten hineinpressen, um das Gas freizusetzen. Die USA haben den Vorteil, dass die Vorkommen relativ knapp unter der Erdoberfläche liegen.

Wie die South China Morning Post (SCMP) berichtet, will man in China nun eine Brachialmethode verwenden, um die Vorkommen ausbeuten zu können. Der Vorschlag wurde von Atomwaffenwissenschaftlern des staatlichen Labros für kontrollierte Schockwellen an der ian Jiaotong Universität entwickelt. Sie haben einen “Energiestab” vorgestellt, der weiter in die Tiefe vordringen können soll, als man es bislang für möglich hielt. Es handelt sich um eine Art Torpedo, der mit gewaltigen Stromstärken angeblich präzise steuerbare Schockwellen auslöst, um das Gas herauszupressen. Erste Tests soll es im März oder April geben.

Was bedrohlich klingt, ist, dass für den “Energiestab” dieselbe Technik verwendet wird, wie zur Zündung einer Atombombe, nämlich der “exploding wire detonator” (WWM) bzw. der “exploding-bridgewire detonator” (EBW). Der Detonator bestand aus einem besonderen Draht, der durch einen kurzen und starken elektrischen Stromfluss explosionsartig verdampfte, und wurde im Manhattan-Projekt für die ersten Atombomben entwickelt.

Zhang und sein Team sprechen von einem “Energiekonzentrationsstab”, mit dem man explosive Energiestöße in kurzer Zeit abgeben kann, um den Frackingeffekt der Schockwellen zu maximieren. Nach der SCMP wird der Strom durch eine beschichtete, in einem Metallbehälter eingeschlossene Drahtspule geleitet,

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