chemiewaffen-die-2-teil-3-kenfm.de

08-02-19 01:41:00,

Wie man die Kriegslügen allgemein und selbst erkennt

von Jochen Mitschka.

Im ersten Teil der Artikelserie auf Basis eines Essays habe ich über die Beweggründe gesprochen, die dazu führten, dass Tim Anderson und ich versuchten, dem normalen Medienkonsumenten das Handwerkszeug zu vermitteln, damit er selbst vergangene und zukünftige Kriegslügen des Establishments erkennen und bewerten kann. In Teil zwei begann ich mit der Besprechung der am häufigsten genannten „Chemiewaffen“-Einsätze der Regierung Syriens. In dem vorliegenden dritten Teil nun komme ich zum Fall Douma.

Douma

Der vierte und ebenfalls umfangreich medial beachtete Fall war ein angeblicher Chemiewaffenangriff, von dem behauptet wurde, dass er genau in dem Augenblick stattgefunden hätte, als sich die syrische Armee daran machte, den letzten Rest der Stadt Douma von al-Kaida und verbündeten Dschihadisten zu befreien. Es war der angebliche Angriff vom 7. April 2018 auf das Krankenhaus von Douma.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die syrische Armee mit der Hilfe Russlands und des Irans die Dschihadisten langsam aber sicher aus allen urbanen Zentren vertrieben und das mit wesentlich weniger Totalbombardierungen wie die USA in Rakka vorgemacht hatte. Wieder einmal fehlte jede rationale Begründung für den Einsatz von Chemiewaffen in dieser Situation. Und doch wurde der Einsatz von der „Armee des Islam“ und der verbotenen al Nusra und deren westlichen Sponsoren behauptet.

Und wieder einmal verbreiteten die White Helmets und ihre Partner Videos, die zeigten, wie Menschen in die Rezeption des Krankenhauses eilten und wie Kindern die Augen mit Wasser ausgewaschen wurden. Das Weiße Haus und die mit ihm verbundenen Medien (darunter die BBC, CNN, Bellingcat und die in den USA ansässige „Syrisch-Amerikanische Medizinische Gesellschaft“) verbreiteten die von den Terrorgruppen erstellten Nachrichten.

Der Medienarm der „Armee des Islam“, das „Ghouta Media Centre“ verbreitete die Geschichte, dass „Hunderte“ getötet und verwundet worden wären, und zwar durch eine „Fassbombe mit Sarin“.(1) Und die gesamten Qualitätsmedien, auch in Deutschland, zögerten nicht, die Meldung zu verbreiten.

Eine Stellungnahme des Weißen Hauses bestätigt ernsthaft: „Die Vereinigten Staaten stellen mit Überzeugung fest, dass das syrische Regime am 7. April 2018 Chemiewaffen in den östlichen Vororten von Damaskus eingesetzt hat, dabei dutzende von Männern, Frauen und Kindern tötete.

 » Lees verder