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09-02-19 02:24:00,

Wie man die Kriegslügen allgemein und selbst erkennt

von Jochen Mitschka.

Im ersten Teil der Artikelserie auf Basis eines Essays habe ich über die Beweggründe gesprochen, die dazu führten, dass Tim Anderson und ich versuchten, dem normalen Medienkonsumenten das Handwerkszeug zu vermitteln, damit er selbst vergangene und zukünftige Kriegslügen des Establishments erkennen und bewerten kann. In Teil zwei begann ich mit der Besprechung der am häufigsten genannten „Chemiewaffen“-Einsätze der Regierung Syriens. Im dritten Teil kam ich zum Fall Douma. Im vierten Teil der Artikelserie nun ein BBC-Bericht und seine Erklärung.

Die BBC-Zusammenfassung

Tim Anderson ist der Meinung, dass es nicht notwendig ist, jeden einzelnen behaupteten Fall des Einsatzes von Chemiewaffen durch die Regierungskräfte zu besprechen, wenn man einmal die Grundsätze festgelegt hat und sich daraus jeder selbst die Meinung bilden kann. Ich will dennoch noch auf eine BBC-Zusammenfassung von dramatisch erscheinenden Chemiewaffeneinsätzen eingehen.

Am 15. Oktober 2018 erschien in der BBC ein zusammenfassender Bericht mit dem suggestiven Titel „Wie Chemiewaffen halfen, Assad zum Sieg zu bringen“. Bevor wir in die Details einsteigen, muss dem Leser bewusst werden, dass die BBC neben dem Guardian die heftigsten Vertreter eines Regime-Change in Syrien waren und sind. Und dass in mindestens einem Fall nachgewiesen wurde, dass die BBC nicht nur von Terroristen gedrehtes Bildmaterial als Beweis für Angaben der „Rebellen“ verwandte, sondern sogar selbst in Fälschungen einer Dokumentation verwickelt war.(1)

Und so gilt es den scheinbar hochwissenschaftlichen und seriösen Bericht der BBC (2), der aber doch mit einer so plakativen Überschrift für sich wirbt, mit Vorsicht zu genießen.

Die Organisation „Friends of Syria – die Wahrheit enthüllen“ veröffentlichte eine Antwort von Tony Cartalucci, einem unabhängigen Analytiker mit Sitz in Bangkok, auf die Behauptungen der BBC. Er beginnt damit zu hinterfragen, wo denn in dem ganzen Artikel die Behauptung erklärt werde, dass Präsident Bashar al Assad den Krieg wegen Chemiewaffen gewonnen hätte.

Jedoch, nicht ein einziges Mal liefert die BBC eine Erklärung, warum oder wie die Chemiewaffen Damaskus näher an den Sieg gebracht hätten. Selbst wenn man die Aussage als bare Münze nehmen würde, wird die Prämisse des Artikels in jedem Absatz durch die Statistiken und die beschriebenen Ereignisse selbst in Frage gestellt.“ (3)

Der Autor erklärt,

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