Hallo Tagesschau! Nach wochenlangem Winterschlaf aufgewacht? Großartig.

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11-02-19 12:20:00,

Fünf Wochen nach Veröffentlichung dieser Liste, aus der ersichtlich war, dass bis zum 4. Januar schon 100 Gelbwesten durch Waffeneinsatz der Polizei zum Teil erheblich verletzt worden waren, veröffentlicht die Tagesschau am vergangenen Samstag diesen Artikel. Die Redakteurin Silvia Stöber von tagesschau.de beklagt darin das „Schweigen über die Verletzungen“. Nach wochenlangem Schweigen der selbst ernannten „Faktenfinder“ beklagen sie jetzt also das Schweigen der anderen. Aufmerksame Korrespondenten konnten schon im November letzten Jahres Schlimmes beobachten. Am 1. Dezember war eine 80-Jährige von einem Tränengasbehälter getötet worden. Albrecht Müller.

Schon vor zehn Wochen hätte die Tagesschau nicht nur über die Gewalt von Demonstranten, sondern auch über jene der Polizei berichten können. Das ist die Bilanz von ein paar wenigen Tagen zu Beginn der Demonstrationen Ende November 2018 – Augen weg, Hand ab, Kiefer zerschossen usw.:

  1. ZINEB REDOUANE, 80 Jahre alt, wurde durch einen Tränengasbehälter getötet, der ihr am 1. Dezember 2018 in Marseille ins Gesicht geschossen wurde.
  2. RICHIE A., 34 Jahre alt, verlor sein linkes Auge durch einen LBD-40-Schuss in Saint-Paul (La Réunion) am 19. November 2018.
  3. JEROME H. verlor sein linkes Auge, als am 24. November 2018 in Paris ein LBD 40 abgeschossen wurde.
  4. PATRICK verlor sein linkes Auge durch einen LBD-40-Abschuss in Paris am 24. November 2018.
  5. Der in Pimprez lebende 40-jährige ANTONIO B. wurde am 24. November 2018 in Paris von einer GLI-F4-Granate schwer am Fuß verletzt.
  6. GABRIEL, 21 Jahre alt, in der Sarthe ansässiger Kesselbauerlehrling, wurde am 24. November 2018 in Paris von einer GLI-F4-Granate die Hand abgerissen.
  7. XAVIER E., 34 Jahre alt, wohnhaft in Villefranche sur Saône, erlitt am 24. November 2018 in Villefranche sur Saône eine Fraktur des Kiefers, des Gaumens, des Bahnbodens, des Wangenknochens, mehrere gebrochene Zähne und Verletzungen an der Lippe, die durch einen Schuss LBD 40 verursacht wurden.

Übrigens, bis 4. Januar waren 100 Menschen erheblich verletzt und zum größeren Teil für ihr ganzes Leben gezeichnet. Am 9. Februar waren es dann schon 138 auf der Liste. Wo waren die Korrespondenten der ARD? Warum zitieren sie aus dieser Liste erst jetzt? Wo blieb „Monitor“? Wo „Panorama“? Wo waren die so selbstbewussten „Faktenfinder“ aus Hamburg? Jetzt, am 9. Februar 2019,

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