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14-02-19 10:19:00,

Die Krise muss wirklich dramatisch sein, wenn schon Ökonomen einen Wohlstand fordern, der nicht auf Wachstum basiert. Doch genau dies tut Tim Jackson in seinem Buch „Wohlstand ohne Wachstum“. Dieses veröffentlichte er im Jahre 2009 und damit unmittelbar nach dem letzten Finanzcrash. Zutreffend analysiert der Naturwissenschaftler und Professor of Sustainable Development am Centre for Environment und Sustainabilitiy an der Universität von Surrey und Direktor eines interdiszipinären, multi-industriellen Forschungskonsortiums mit dem Namen „Centre for the Understanding of Sustainable Prosperty“, CUSP, darin, dass das derzeitige Gesellschaftssystem sich an vollkommen falschen Werten orientiert.

So wird wachsender Wohlstand alleine als Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemessen. Dieses gibt für jedes Land die Steigerung aller in einem Jahr umgesetzten Leistungen und Waren an. Dabei bedeutet eine Wertsteigerung jedoch nicht, dass es allen besser geht, im Gegenteil. Die Wohlstandskluft wächst mit jedem Jahr, während die wenigen Reichen immer reicher werden, gibt es immer mehr Arme auf der Welt, und auch die Geschwindigkeit, mit der Menschen aus absoluter Armut befreit werden, hat sich schon 2009, als das Buch erschienen ist, halbiert. Von absoluter Armut spricht man, wenn ein Mensch von weniger als einem Dollar am Tag leben muss.

Gleichzeitig stößt das System immer offenkundiger an seine Grenzen. Diese sind einerseits die Rohstoffe wie „strategische Mineralien“ und Erdöl, deren Fördermenge bereits abnimmt, andererseits die ökologischen Grenzen wie der Klimawandel und die Erschöpfung der Ökosysteme.

Um den Klimawandel noch einzudämmen, muss die Menge des CO2-Ausstoßes zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2050 auf 1000 Milliarden Tonnen gedeckelt werden, um so die CO2-Konzentration in der Atmosphäre auf 450 ppm zu begrenzen. Von diesen 1000 Milliarden Tonnen war jedoch bis 2009, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Schrift, schon ein Drittel in die Atmosphäre entlassen und seitdem hat der Verbrauch kaum ab-, sondern eher zugenommen.

Doch die Gesellschaft hält unbeirrt am Wachstumswahn fest. Dabei müsste eine Wirtschaft, welche die erwarteten 9 Milliarden Menschen im Jahr 2050 versorgen möchte, gegenüber der Wirtschaft von 1950 75-mal größer sein. Dies wäre ein Wachstum, das in der Geschichte beispiellos ist und den Planeten vollkommen erschöpfen würde.

Zudem wurde die Krise von 2008 gerade durch die Mechanismen ausgelöst, die Wachstum stimulieren sollten. Damit ging das System an sich selbst zugrunde, welches Jackson als ein „System strukturierter Verantwortungslosigkeit“ bezeichnet.

Doch der ökologische Schaden, den die Wirtschaft verursacht hat,

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