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25-02-19 08:33:00,

Eurofighter der Bundeswehr. Foto: Peter Spieß. Lizenz: CC BY-SA 4.0

… und teilweise sogar das Zuschauen dabei

Einer Antwort des deutschen Bundesverteidigungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zufolge hat sich die Bundeswehr auf Selbstreparaturverzichtserklärungen eingelassen, die inzwischen über ein Drittel ihrer insgesamt 53 Hauptwaffensysteme betreffen. Unter den 20 Waffensystemen, die die Soldaten und Bundeswehrangestellten nicht mehr selbst reparieren dürfen, sind neben dem umstrittenen Eurofighter und der Fregatte F125 auch Hubschrauber und Panzer.

Bei 13 dieser Waffensysteme konnten die Hersteller sogar durchsetzen, dass Bundeswehr-Mechaniker bei der Reparatur nicht einmal zuschauen dürfen. Damit soll ausgeschlossen werden, dass sie Kenntnisse erwerben, mit denen sie Fehler später einmal selbst beheben können. Dass so etwas bemerkenswert schnell und kostengünstig gehen kann, wissen manche Verbraucher nach der Reparatur neuerer Waschmaschinen: Startet die Waschmaschine nicht mehr regulär, reicht oft ein kompletter Neustart mittels einer Kombination der Einstellungen in einer bestimmten Reihenfolge, den ein Verbraucher auch selbst vornehmen könnte, wenn diese richtige Reihenfolge in der Betriebsanleitung enthalten wäre.

Unklar, welche Reparaturen konkret verboten sind

Der Linksfraktions-Wehrexperte Matthias Höhn verglich die Situation bei der Bundeswehr nicht mit einer Waschmaschine, sondern mit einem Automobil, bei dem man “den Reifen nicht selber wechseln, nicht entscheiden, wer ihn wechselt und beim Wechsel auch nicht zusehen” dürfe. Ob die Reparaturverbote tatsächlich so weitgehend sind, ist unklar.

Dass bei Hubschraubern oder Kampfflugzeugen bereits der Reifenwechsel verboten ist, ist jedoch insofern zweifelhaft, als ein Ministeriumssprecher die Situation damit rechtfertigte, dass “Waffensysteme immer komplexer” würden, weshalb es “normal” sei, “dass da auch Komponenten dabei sind, mit hochkomplexen Messverfahren oder Elektronik, bei denen der Erwerb der Eigentumsrechte [sic] für eine Instandhaltung extrem teuer wäre”. Zudem habe die Bundeswehr keine “Kapazitäten, um Personen für sämtliche Reparaturen an diesen High-Tech-Systemen vorzuhalten”. Eine Anfrage von Telepolis dazu, wie weit der Reparaturverbotsanspruch konkret geht, blieb bislang ohne Antwort.

Trotzdem gelang es anderen Armeen möglicherweise, vorteilhaftere Verträge abzuschließen: Israel beispielsweise konnte seine F-16-Kampfflugzeuge selbst mit so moderner Elektronik nachrüsten, dass der Hersteller Lockheed Martin Konkurrenz für seine eigenen Produkte befürchtete und einen Verkauf solcher Gebrauchtmaschinen an Kroatien im Januar verhinderte (vgl. Gebrauchtkampfflugzeughandel zwischen Kroatien und Israel geplatzt).

Viele Systeme nicht einsatzbereit
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Die Frage, ob die aktuellen Verträge für die Bundeswehr optimal sind,

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