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27-02-19 08:16:00,

Autos - Bildquelle: Pixabay / niekverlaan; Pixabay LicenseAutos - Bildquelle: Pixabay / niekverlaan; Pixabay License

Autos – Bildquelle: Pixabay / niekverlaan; Pixabay License

Handelskriege und Sanktionen sind wie eine Art Schach auf Steroide – ein Spiel bei dem es aber um Leben und Tod geht. Mit jeder Verschärfung der Sanktionen nehmen zugleich die Spannungen zwischen den Kontrahenten zu. Einen Gewinner gibt es in der Regel dabei nie.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China hatte bereits im letzten Jahr seinen gefühlten Klimax erreicht, als man sich gegenseitig in den Maßnahmen “übertreffen” wollte, was letztlich dazu führte, dass beide Länder die wirtschaftlichen Aussichten für dieses Jahr revidieren mussten.

Jetzt scheint es aber so zu sein, dass die Streitigkeiten ein noch höheres Niveau erreicht haben, weil es auf Regionen mit weit kleineren Ökonomien wie Venezuela oder Länder in Afrika übergreift. So schreibt das Magazin Forbes:

Der nächste Handelskrieg zwischen den USA und China wird nicht in Washington oder Peking wegen der Handelskonflikte geführt. Es wird in Venezuela und Afrika ausgetragen, wo China ein aktiver Investor war, der die USA verärgert.

(The next US-China trade war won’t be fought in Washington or Beijing over trade frictions. It will be fought in Venezuela and Africa, where China has been an active investor, antagonizing the US.)

Um den Artikel zusammen zu fassen: eine “Ansteckung” könnte das Ergebnis neuer Handelssanktionen gegenüber Venezuela sein. Gegen ein Land das bereits jetzt kurz vor dem politischen und wohl auch wirtschaftlichen Kollaps steht.

Sollte der derzeitige Präsident Venezuelas Maduro nicht in der Lage sein, die Schulden gegenüber China begleichen zu können, dann könnte der politische Regime Change hin zu einer “Pro-USA”-Regierung erfolgen. Laut des oben erwähnten Forbes-Artikels stehe Caracas nämlich kurz davor, seine Zahlungen an Peking einstellen zu müssen.

Dann könnte daraus wirklich eine “Ansteckung” auf andere Staaten, darunter Emerging Markets und Länder in Afrika erfolgen:

Schlimmer noch, der Zusammenbruch von Maduros Regime könnte eine Ansteckung verursachen, die zum Zusammenbruch autoritärer Regime in anderen Teilen der aufstrebenden Welt führt. So wie in Afrika, wo China Kredite an unpopuläre Regime ausgegeben hat und sich starke Kritik von den USA auf sich ziehen.

(Worse, the collapse of Maduro’s regime could create a contagion that leads to the collapse of authoritarian regimes in other parts of the emerging market world.

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