Donbass unter verstärktem Beschuss vor den Wahlen? – Hilferuf der „Friedensbrücke“

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12-03-19 08:56:00,

Die Leiterin der „Friedensbrücke Kriegsopferhilfe e.V.“, Liane Kilinc, berichtet von der dramatischen Lage in den Volksrepubliken Lugansk und Donezk, die sich durch die anstehende Präsidentschaftswahl in der Ukraine verschärfe. Als einzige deutsche Organisation leiste der Verein vor Ort Hilfe für Menschen, die in Isolation und im Krieg überleben.

Im April 2014 hatte die ukrainische Regierung eine Militäroperation gegen die beiden selbstausgerufenen Volksrepubliken Lugansk (LVR) und Donezk (DVR) gestartet, die nach dem Putsch in der Ukraine ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Nach UN-Angaben sind in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

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Foto : Friedensbrücke Kriegsopferhilfe e.V.

Schutzkeller in Gorlovka

Seit 2015 leistet die „Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V.“ in der Region Hilfe für die Menschen, die von Krieg, Armut und Isolation durch die internationale Gemeinschaft betroffen sind. Zwei Mal im Jahr sind Mitarbeiter der gemeinnützigen Organisation vor Ort, um mit den Betroffenen zu reden, ihre Arbeit zu koordinieren und zu kontrollieren. Erst im November letzten Jahres besuchten Mitarbeiter des Vereins die von Krieg, Zerstörung und Leid betroffenen Gebiete.

„Trinkwasser und Grundversorgung fehlen“

Die Vorstandsvorsitzende der „Friedensbrücke“, Liane Kilinc, zeigt sich tief erschüttert über die Situation im Donbass: „Die Trinkwasserversorgung hat sich verschlechtert. Das hängt damit zusammen, dass der Beschuss stark zugenommen hat. Uns ist bekannt geworden, dass die Trinkwasseranlagen ganz speziell bombardiert werden, um die Zivilisten zu schädigen. Wir können nur vermuten, dass es mit den anstehenden Wahlen in der Ukraine zusammenhängt“, berichtet Kilinc im Sputnik-Interview.

Am 31. März wird in der Ukraine ein neuer Präsident gewählt. Nach Meinung einiger Experten sowie des ukrainischen Rada-Abgeordneten und Whistleblowers Alexander Onischenko will der ukrainische Präsident Petro Poroschenko mit dem Krieg im Donbass die Wahlen zu seinen Gunsten beeinflussen. Onischenko wirft dem ukrainischen Staatschef Korruption vor. Wenn Poroschenko die Wahl nicht gewinnen sollte, drohe ihm Gefängnis, so der ukrainische Oligarch.

Angriffe auf Zivilisten?

Auch die Presseagentur der Donezker Streitkräfte „UNM DNR“ beklagt immer wieder zivile Opfer und angeblich „vorsätzliche“ Angriffe auf zivile Einrichtungen von Seiten der ukrainischen Armee. Gerade am 4. März ist der Agentur zufolge die Siedlung Zajcevo bombardiert worden.

Hier die Folgen eines solchen Beschusses der Siedlung Sachanka in DVR am 4. März:

Weitere Foto- und Videoberichte zu der kritischen Lage in den betroffenen Gebieten kann man auf der Seite der „Friedensbrücke“ finden.

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