Es fehlt eine politische Vision, der Zusammenhang geht verloren

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20-03-19 09:04:00,

Bild: pxhere.com/CC0

Die Friedrich-Ebert-Stiftung sieht die Deutschen nach einer Umfrage offen für die Einwanderung und geprägt von einer pragmatischen Mitte

Nach einer von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage, für die die pollytix strategic research GmbH Ende des Jahres 3000 wahlberechtigte Deutsche telefonisch befragt hatte, ist von AfD und anderen Rechtsnationalisten geschürte Angst und Abwehr von Ausländern und Migranten beschränkt auf eine kleine Gruppe, die aber viel Aufmerksamkeit von Medien und der Politik erhalten haben. 53 Prozent sehen Einwanderung als Chance, 17 Prozent sind neutral, 29 Prozent betrachten sie nicht als Chance. Davon stimmen nur 15 Prozent dem gar nicht zu. Das dürfte die Hauptwählerschaft der AfD sein – und damit wahrscheinlich auch ihr Potential, das sich in Wahlumfragen zur Bundestagswahl auf 12-14 Prozent eingependelt hat.

Das sieht schon anders aus, als was oft während der letzten Jahre über die Zahl der angeblich “besorgten Bürger” berichtet wurde. Die Stiftung hat versucht, die Bevölkerung aufgrund der Beantwortung von vier Fragen in drei Gruppen einzuteilen: die national Orientierten, die bewegliche Mitte, die weltoffen Orientierten. Gefragt wurde, ob Deutschland und andere EU-Länder mehr Entscheidungen alleine treffen sollten, ob die Mitgliedschaft in der EU Deutschland mehr Vorteile als Nachteile bringt, ob sich in Deutschland zu viel um Minderheiten gekümmert wird und ob man sich durch die vielen Ausländer manchmal wie ein Fremder im Land führt.

Mehrheit fürchtet Zuwanderung nicht, für die Hälfte ist sie eine Bereicherung

Den national Orientierten, die zu 63 Prozent Einwanderung nicht als Chance sehen, werden 25 Prozent der Bevölkerung zugerechnet, 26 Prozent machen die Weltoffenen aus, von denen 82 Prozent Einwanderung als Chance sehen, und 49 Prozent die bewegliche Mitte, von denen 25 Prozent Einwanderung nicht, aber eine knappe Mehrheit von 51 Prozent als Chance sehen.

Die Frage, ob Deutschland wegen des Fachkräftemangels ausländische Fachkräfte benötigt, beantworten sogar 63 Prozent mit Ja, ein Viertel verneint sie, bei den national Orientierten ist es aber mit 48 Prozent auch nur weniger als die Hälfte. Ähnlich fallen die Antworten aus, wenn gefragt wird, ob Einwanderer eine Bereicherung darstellen. Dem stimmen 50 Prozent zu, 19 Prozent antworten neutral, abgelehnt wird die Aussage von 31 Prozent, bei den national Orientierten sind es 63 Prozent.

Der Bericht hebt hervor,

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