Offene NATO-Propaganda im öffentlich-rechtlichen Fernsehen | KenFM.de

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08-04-19 08:22:00,

Das Kriegsszenario des ZDF-Moderators Claus Kleber

Von Wolfgang Bittner.

Wie dreist und unverantwortlich antirussische Propaganda betrieben wird, wurde am 4. April 2019 wieder einmal im ZDF-heute-journal demonstriert,(1) als Moderator Claus Kleber, Kuratoriumsmitglied der Atlantik-Brücke, aus Anlass des 70. Jahrestages der NATO-Gründung die Sendung mit den Worten begann: „Guten Abend, zu Wasser und zu Luft sind heute Nacht amerikanische, deutsche und andere europäische Verbündete unterwegs nach Estland, um die russischen Verbände zurückzuschlagen, die sich dort wie vor einigen Jahren auf der Krim festgesetzt haben.“

Einen Moment lang mag Millionen Zuschauern das Herz stillgestanden haben, ist das doch die Meldung, vor der viele Menschen seit Jahren schon Angst haben. Aber es war „nur“ ein verspäteter April-Scherz, abstoßend und typisch für die bodenlose Arroganz dieser Art Nachrichtenübermittler, die offenbar jeglichen moralischen Maßstab für Ihre journalistische Arbeit verloren haben. Kleber korrigierte: „Keine Sorge. Das ist nicht so. Das ist nur eine Vision. Aber eine realistische. So etwa müsste nämlich im Ernstfall die Antwort der NATO aussehen auf einen Angriff auf das Territorium eines ihrer Mitgliedsstaaten. Und sei er so klein wie Estland. Wenn das in Frage gestellt scheint, würde die Abschreckung brüchig, die seit 70 Jahren den Frieden in Europa sichert. Das Problem ist heute, dass der Bestand des Bündnisses zu seinem 70. Geburtstag brüchiger erscheint als jemals in seiner Geschichte. Einer bisher beispiellos erfolgreichen Geschichte.“

Der Moderator interviewte dann den NATO-Korrespondenten des ZDF Stefan Leifert, der von den NATO-Feierlichkeiten life aus Washington berichtete und während der Rede des Generalsekretärs Stoltenberg über das „Bündnis der kollektiven Selbstverteidigung“ Tränen in den Augen einzelner Teilnehmer gesehen haben wollte.(2) Leifert verwies auf Stimmen, nach denen Deutschland es sich „mit seiner Zurückhaltung“ bei den „Verteidigungsausgaben“ zu bequem gemacht habe, und er ging auf die wiederholten Forderungen Donald Trumps nach einer drastischen Erhöhung des deutschen Militäretats ein.

In die „Berichterstattung“ Klebers wurde beiläufig ein Gefecht eingespielt, mit dem eine russische Invasion auf der Krim suggeriert werden sollte, wo bekanntlich etwa 20.000 Soldaten legal auf dem Flottenstützpunkt Russlands in Sewastopol stationiert waren, wo aber während der Sezession kein einziger Schuss gefallen ist.

Der unabhängige Journalist Tobias Riegel kommentierte in den NachDenkSeiten: „Dass die betreffenden Redakteure die Tragweite der eigenen Handlung mutmaßlich nicht begriffen und sie möglicherweise als eine gerechtfertigte Verteidigung von „Werten“ empfunden haben,

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