Der Epochenbruch

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11-04-19 07:31:00,

Ein kurzer Rückblick in die Vergangenheit lässt uns leichter verstehen, wo wir aktuell stehen, wie es dazu kommen konnte und was das für uns alle konkret bedeutet.

Imperien, also Weltreiche, hat es immer gegeben (2). Als das erste „wahre“ Weltreich, gilt das achämenidische Perserreich. Es erstreckte sich vom späten 6. Jahrhundert vor Christus bis in das späte 4. Jahrhundert vor Christus über die Gebiete der heutigen Staaten Türkei, Zypern, Iran, Irak, Afghanistan, Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Syrien, Libanon, Israel, Palästina und Ägypten. Der Untergang beziehungsweise die Übernahme ging einher mit den Eroberungen von Alexander dem Großen.

Es folgten die uns bekannten Weltreiche: das Römische Reich, das Arabische Weltreich (Abbasiden-Kalifat/Fatimiden-Kalifat), das Mongolenreich, das Ming-Reich, das Portugiesische Kolonialreich, das Niederländische Kolonialreich, das Osmanische Reich, das Spanische Kolonialreich, das Qing-Reich, das Russische Reich, das Deutsche und Französische Kolonialreich und das Britische Weltreich.

Das letzte Imperium und Weltreich entstand durch die Vereinigten Staaten von Amerika. Zweifelsfrei hat es sich als Imperium über die letzten Jahrhunderte auf dem Globus ausgebreitet. Gestützt auf seine Währung, den Dollar, eine Militärmacht, mit intriganten Strategien und einem Handelsdiktat (3).

Der sogenannte American Way of Life war von Beginn an nur eine schale, effektheischende Verpackung, die eher der pompösen Fassade eines muffig schäbigen Wild-West-Saloons gleicht. Viel Bling Bling, viel Getöse, viel Fake, viel hui und innen viel pfui.

Der Feind meines Feindes ist mein „Freund“. Heute Freund, morgen Feind. Auf ihr Wort war nie Verlass. Sie zwangen anderen Verträge auf, hielten sich selbst aber nur daran, wenn es genehm war. Unzuverlässig und unberechenbar. Aber genau darauf kommt es an.

Das Mantra des großen Atlantischen Bruders stößt heute auf taube Ohren. Zu oft gelogen, zu oft betrogen, zu oft geklaut, zu oft gemordet. Da verliert auch die Brücke, die Atlantische, ihre Berechtigung. Dollar und Kriege erschaffen eben keinen Frieden.

Nun wäre es zu einfach, den anprangernden Finger auf das Übel und die USA zu richten, wie die Besserwisser bei dem Ei des Kolumbus (4). Veränderung, also Evolution und förderliche Entwicklung kann ja nur erfolgen, wenn man aus den wahren Ursachen der Fehlentwicklungen lernt.

Deshalb genügt es zwar auf der einen Seite, sich einig zu sein, dass Imperien und Weltreiche in der Vergangenheit und bis heute immer entstanden, aber auch immer zerbrochen sind.

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