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12-04-19 06:25:00,

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oder „Folge Deiner Berufung“ – Die Bild, der Bischof und der BVB.

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Der breite gesellschaftliche Konsens zum Thema Soldatentum und unterstützenden Institutionen scheint vermeintlich intakt. Bundeswehr und Gesellschaft – Für die gemeinsame Sache nennt sich die Veranstaltung und die damit verbundene Preisverleihung durch das Bundesministerium der Verteidigung am 09.04.2019 (1). Der Preis Bundeswehr und Gesellschaft wird seit Februar 2016 an Initiativen vergeben, die sich um die Bundeswehr und ihre Angehörigen verdient gemacht haben, so nachzulesen auf der Seite des Ministeriums.

Zwei der Prämierten sind die Redaktionen der Bild und Bild am Sonntag, ausgezeichnet in der Kategorie Kultur, sowie der Fussballclub Borussia Dortmund in der Kategorie Verein. Die Begründungen lauteten, Zitat: Die Zeitungen hätten in ihrer Berichterstattung immer wieder die menschliche Seite der Soldaten der Bundeswehr gezeigt. So hätten Millionen Leser ein tieferes Verständnis für den Soldatenberuf entwickeln können. Ist dem so?

Der BVB hatte hunderte Freikarten für Bundeswehrangehörige zur Verfügung gestellt und Kinder aus Soldatenfamilien eingeladen, mit den Profis ins Stadion einzulaufen. Der prämierte Vereinspräsident Reinhard Rauball bedankte sich mit folgenden Worten, Zitat: „Wer sich für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit einsetzt, wird von Borussia Dortmund immer unterstützt werden“. Ohne Kommentar.

Ministerin Von der Leyen lächelte, denn sie wird wie folgt zitiert: Die Bundeswehr wird von der Gesellschaft getragen. Wir freuen uns darüber, und wir sind auch ein bisschen stolz darauf.

Über diese Einschätzungen lässt sich streiten. Kennen sie jemanden in ihrem Bekanntenkreis der Krieg, die Bundeswehr, SoldatInnen und entsprechende Einsätze gutheißt? Was bedeutet von der Gesellschaft getragen zu werden? Jüngst diskutierte das Land über Werbeeinsätze von Jungoffizieren der Bundeswehr an Schulen. Die Berliner SPD erließ Anfang April einen Beschluss, der dies zukünftig untersagen soll. Thema: die Bundeswehr gehört nicht an die Schulen. Parteikollegen kritisierten sie dafür. Thomas Oppermann (SPD) twitterte, Zitat: Bin entsetzt über Beschluss der Berliner SPD. Wer so einen Unsinn beschließt, sollte sich selbst von unseren Schulen fernhalten.(2). Die SPD und der Krieg – zwei die sich verstehen.

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