The Wolff of Wall Street: Die Eurokrise | KenFM.de

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12-04-19 07:35:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag um 12:00 Uhr Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Die Eurokrise“.

Das globale Finanzsystem war nach der Weltfinanzkrise von 2007/2008 eigentlich am Ende. Dass es trotzdem weiter existiert hat, verdankt es in erster Linie dem Eingreifen von Regierungen: Sie haben damals zahlreiche Finanzinstitute mit Hilfe von Steuergeldern am Leben erhalten.

Die Rettungsaktion hatte allerdings Folgen: Die Haushalte der betroffenen Staaten wiesen anschließend gewaltige Löcher auf. Deshalb dauerte es nicht lang, bis es in einigen Ländern der Eurozone zu ersten Zahlungsausfällen kam.

Diese Ausfälle zogen sehr schnell ein noch viel größeres Problem nach sich: Die betroffenen Länder waren nämlich bei europäischen und US-amerikanischen Banken hoch verschuldet. Da diese Schulden auch noch über Kreditausfallversicherungen bei weiteren Banken abgesichert waren, hätte der Staatsbankrott dieser Länder einige dieser Banken in große Schwierigkeiten bringen können. Das hätte möglicherweise einen Domino-Effekt ausgelöst und das globale Finanzgefüge ins Wanken gebracht.

Was also tun?

Zunächst wurde der Vorschlag gemacht, einzelne Länder aus dem Euro zu entlassen. Das aber wurde umgehend verworfen, denn eine solche Maßnahme hätte das Vertrauen der gesamten Finanzwelt in den Euro erschüttert. Kein Investor der Welt wäre bereit gewesen, einem Land der Eurozone weiterhin Geld zu leihen, wenn es sich bei Zahlungsproblemen einfach aus seiner Währung verabschieden konnte.

Damit aber war klar: Der Euro musste gerettet, die Löcher in den Haushalten der betroffenen Länder mussten irgendwie gestopft werden. Also wurden umgehend Notmaßnahmen ergriffen. Diese wurden in ihrer Gesamtheit als „Euro-Rettungsschirm“ bezeichnet und sahen folgendermaßen aus:

Es wurde eine Troika gebildet, die aus Vertretern der Europäischen Zentralbank EZB, der EU-Kommission und des Internationalen Währungsfonds IWF bestand. Dann wurden die betroffenen Länder unter die Zwangsverwaltung dieser Troika gestellt. Das heißt: Gewählte Regierungen mussten die Ordnung ihrer Staatsfinanzen den nicht gewählten Technokraten von EU, EZB und IWF überlassen.

Zudem wurden die provisorische Europäische Finanz-Stabilisierungs-Fazilität EFSF und dann der provisorische Europäische Finanz-Stabilisierungs-Mechanismus EFSM gegründet,

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