eine-neue-welt

17-04-19 06:33:00,

Kerstin Chavent: Lieber Aaron, erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deinem enormen Engagement in diesem umfassenden Projekt. Was verbirgt sich dahinter? Was bedeutet TROM? Wer hat das Projekt ins Leben gerufen? Wer finanziert es?

Aaron Boos: Danke. Hinter TROM steckt mittlerweile ein kleines Team, von rund 10 Menschen aus verschiedenen Ländern, die sich freiwillig für das Projekt engagieren. Das heißt, wir schreiben Bücher, produzieren Videos, übersetzen Materialien in andere Sprachen, helfen bei technischen Dingen et cetera.

Das Projekt an sich steht für einen neuen und innovativen Weg, die Welt zu sehen, wie sie wirklich ist. Dabei nutzen wir Wissenschaft als Werkzeug, um Werte, Ideen und Vorstellungen zu hinterfragen, die heute normal zu sein scheinen. So hinterfragen wir Begriffe und Vorstellungen wie Vernunft und Logik, Moral und Ethik, Schönheit und Kunst, Sprache, Familie und Handel und betrachten diese in einem wissenschaftlichen Licht, um zu sehen, was dahinter steckt.

TROM sollte „The Reality Of Me“, auf Deutsch: „Meine Realität“, oder „The Reality Of Mankind“, auf Deutsch: „Die Realität der Menschheit“, bedeuten — diesen Namen hat der Gründer des Projekts, Tio, sich während der Arbeit an dem Dokumentarfilm im Jahr 2011 ausgedacht. Jetzt kann der Name einfach als TROM für sich stehen.

Tio hat dieses Projekt ins Leben gerufen. Er ist aufgewachsen in einer kleinen Stadt in Rumänien, wo er schon früh in seinem Leben erkannt hat, dass es viele Probleme gibt, gleichzeitig aber auch Lösungen, die jedoch nicht umgesetzt werden. Mit der Zeit hat er einen rumänischen Blog aufgebaut, um über solche Themen zu schreiben. 2011 hat er sein Studium aufgegeben, um den Dokumentarfilm TROM zu erstellen.

Er hat ein Jahr an diesem Film gearbeitet, um ihn dann kostenlos ins Internet zu stellen: 14 Stunden Videomaterial und tausende Stunden an Arbeit, ohne etwas als Gegenleistung zu verlangen. Nachdem er ihn veröffentlicht hatte, bekam er finanzielle Unterstützung von vielen Menschen, die TROM gut finden. Seitdem kann er sich — mit Mühe — selbst und das Projekt über Spenden finanzieren. Zurzeit bekommt das Projekt knapp 600 Euro pro Monat von Menschen, die seine Ziele unterstützen wollen.

„Tio“ ist ein „gefälschter“ Name per se, weil sein rumänischer Name schwer auszusprechen ist, also nennt er sich einfach nur Tio. Er hat auch eine persönliche Website.

Wie kamst du dazu,

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