Wird der Westen die Eisenbahn zwischen dem Golf und dem Mittelmeer bauen lassen?, von Thierry Meyssan

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18-04-19 02:05:00,

Während die USA und ihre Verbündeten absichtlich die Bedingungen der Hungersnot in Nordkorea geschaffen haben, später im Sudan, in Tunesien und heute im Jemen, beginnen sie auch Syrien dahin zu bringen. Der einzige Weg um das zu verhindern, ist, die regionale Wirtschaft, die während der Kriege in Irak und Syrien zusammengebrochen ist, wieder zu beleben. Zwei Eisenbahnprojekte machen sich Konkurrenz: eines um die Region zu entwickeln, das andere um sie zu spalten. Werden sich die Westmächte wie wirkliche Menschen verhalten oder werden sie ihren Herrschaftstraum weiter verfolgen?

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Für seinen Wiederaufbau kann sich Syrien nur auf sich selbst verlassen, weil keiner von denen, die Hunderte von Milliarden Dollar für seine Zerstörung ausgegeben haben, bereit ist, einen Cent auszugeben, um es wieder aufzubauen.

Unter diesen Bedingungen besteht die Zukunft des Landes darin, wieder an seine Vergangenheit anzuknüpfen: als Syrien das unumgängliche Durchgangsland zwischen dem indischen Ozean und dem Mittelmeer war. In der Antike ging die “Seidenstraße” von der alten chinesischen Hauptstadt Xi’an bis Antiochia und Tyrus.

Diese Straße war nicht nur ein Durchgang, der den Warenaustausch von Stadt zu Stadt erlaubte, sie war auch ein Kulturweg über den die chinesische Philosophie sich in Asien verbreitete und die Islamische Religion in China; eine Route, deren gemeinsame Sprache nicht die Mandarinsprache war, sondern die persische Sprache. Anschließend blieb Syrien die Passage zwischen dem indischen Ozean und dem Mittelmeer, die Syrien den Wohlstand bis zum Bau des Suez-Kanals sicherte.

Das Projekt einer Eisenbahn, die den iranischen Hafen Khorramshahr, an der irakischen Grenze, über Bagdad, mit dem syrischen Hafen Basra verbindet, ist nicht neu. Es wurde bereits vor dem Krieg geplant, zur Zeit des gemeinsamen türkisch-iranisch-syrischen Marktes. Seine Wege wurden durch pro-westliche Söldner systematisch sabotiert, indem man Züge entgleisen liess, und die Reisenden und das Zug-Personal getötet wurden.

So verstanden sich seit Jahresbeginn die Kriegshetzer – mit dem Vereinigten Königreich an der Spitze -, die Wirtschaftstätigkeit von Syrien zu verhindern. Es ist ein charakteristisches Verhalten des britischen Kolonialismus: sicherzustellen, dass die kolonisierten Völker immer abhängig bleiben.

Zum Beispiel gewährleistete London die Baumwollproduktion Indiens, als Indien der größte Baumwolle-Produzent war, aber verbot Indien die Baumwolle zu spinnen, so dass der Stoff nur in England produziert werden konnte. Das war der Grund, warum Mahatma Gandhi als Auflehnungsakt die Baumwolle am Spinnrad spinnte.

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