WikiLeaks enthüllt Geldwäscheverdacht auf Angela Merkel – Stimmt das?

wikileaks-enthullt-geldwascheverdacht-auf-angela-merkel-8211-stimmt-das

19-04-19 06:58:00,

Julian Assange hat nach seiner Festnahme eine Lawine losgetreten und jetzt WikiLeaks-Daten veröffentlicht, die dazu führen, dass Angela Merkel in einen Geldwäscheverdacht gerät. Das ist ein extrem brisanter Vorgang – die Frage ist, was daran echt ist.

Unter den tausenden PDF Dokumenten ist eine angebliche Email von der Schweizer Bank Julius Bär an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihren Ehemann zu finden die, vorausgesetzt sie wäre echt, auf Geldwäsche in großem Umfang hindeuten würde.

Die Schweizer Morgenpost meldet, WikiLeaks habe als „Quittung” für die Verhaftung Julian Assanges quasi ihre Munitionslager in die Öffentlichkeit entleert und allerlei brisantes Zeug veröffentlicht, das angeblich geeignet sein soll, Politiker und Regierungen zu stürzen.

Darunter Angela Merkel.

Sie publizieren einen – angeblichen – Brief der Bank Julius Bär von 2007 an „Angela Merkel”, in dem ihr in – wie ich finde, unbankerischem – Tonfall mitgeteilt wird, dass man ihre Konten schließe, weil man sich nicht daran beteiligen wolle, deutsche Politiker aus „offshore accounts” zu finanzieren.

Die letzten Zahlungen über 1.200.000 US-Dollar seien sogar auf ein Nummernkonto der Credit Suisse erfolgt, seien nicht plausibel und somit verdächtig, wären deshalb an die Behörden gemeldet worden. Sie werde gebeten, ihren „Trust” und den ihres Ehegatten zu schließen, wobei mir nicht ganz klar ist, was Trust hier meint, das kann Stiftung, Treuhand, Investmentgesellschaft heißen, also verschiedene Rechtsformen von „verwaltetem Haufen Geld”.

Das Problem daran: So einen Wisch zu fälschen ist trivial. Und ich finde den Tonfall irgendwie seltsam. So würden sich Banker meines Erachtens entweder gar nicht oder nur, wenn sie schon verärgert sind und/oder Ärger mit Behörden fürchten, ausdrücken. Die Frage ist also, ob das Ding echt ist.

Das zweite Problem daran: Es ist zu wenig konkret. Theoretisch könnte Angela Merkel Millionärin sein und mit ihrem Geld machen, was sie will, solange die Einkünfte ordentlich versteuert sind. Was mir nicht ganz klar ist, ob sie dann selbst als Parteispenderin angegeben werden müsste, wenn sie „Politiker finanziert”.

Beachtlich ist auch der Zeitpunkt 2007, zumal das Ding ja eine Vorgeschichte haben muss, weil Merkel im November 2005 Kanzlerin wurde. Und dann schon im November 2007 so ein Schreiben?

Im Gegensatz zum Großverdiener Merz wäre mir jetzt bei Merkel auch nicht bekannt,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: