Ostermärsche für den Frieden, und die NATO will mitmarschieren | KenFM.de

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20-04-19 01:55:00,

Laut ihrer Eigenwerbung setzt sich die von den USA angeführte „Nordatlantische Vertragsorganisation“ (NATO) nicht nur für Frieden, sondern daneben auch noch für Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und selbstverständlich für freie Marktwirtschaft ein. Und um diese heiligen Ziele der Menschheit in der ganzen Welt durchzusetzen, sieht sich die NATO nur zu oft gegen ihren Willen gezwungen, in fremden Ländern böse Regierungen zu stürzen oder ganze Regionen dem Erdboden gleichzumachen. Bedauerlicherweise sind bei all diesen Aktionen bereits Millionen Menschen zu Tode gekommen. Aber das ist der Preis des Kampfes für Frieden, Demokratie und Menschenrechte.

Natürlich weiß die NATO, dass die Zeit noch nicht gekommen ist, um allen Ländern Freiheit und Demokratie auf den Spitzen ihrer Bajonette zu bringen. Dafür gibt es einfach noch zu viele böse Regierungen rund um die Welt, und einige davon sind sogar so mächtig, dass sie sich wehren können. Aber – und das wird jeder verstehen – irgendetwas muss doch getan werden, um die Welt zu retten. Wir können doch nicht weiter auf unseren Händen sitzen und die Füße stillhalten. Und deshalb hat Washington schon vor langer Zeit beschlossen, gemeinsam mit den anderen guten NATO-Regierungen zuerst all jenen Ländern ihre Demokratie- und Menschenrechtsgeschenke zu bringen, die ihrerseits dem Westen am meisten zu bieten haben.

Da wären beispielsweise die an Öl oder anderen Rohstoffen reichen Länder, wie Irak und Iran, oder die Länder mit einer beneidenswerten geo-strategischen oder geopolitischen Lage auf dem Globus, wie etwa Afghanistan oder die Ukraine, die man einfach beherrschen muss, um mittel- und langfristig den humanitären Menschheitstraum der US-NATO auf den gesamten Erdball ausdehnen zu können. Diese Arbeit für den Weltfrieden und die Demokratie ist natürlich eine schwierige Aufgabe, bei der die US-NATO nicht zimperlich sein darf. Jeder weiß: Wenn ein feines, wertvolles Stück gehobelt wird, dann fallen da auch Späne; und Bomben und Granaten. Aber da darf man nicht schwach werden, denn diese unschönen Dinge sind leider unabwendbare Kollateralschäden für die GROSSE GUTE SACHE. Und bekanntlich heiligt der gute Zweck alle, wirklich alle Mittel.

Dennoch verlangen wir manchmal von unseren US-NATO-Führern und -Führerinnen Übermenschliches, geradezu unmenschlich viel. Ein Beispiel dafür ist die arme Madelaine Albright. Als sie noch US-Außenministerin unter Präsident Clinton war, hatte sie Sanktionen gegen den Irak in den 1990er Jahren dermaßen verschärft, dass nicht einmal mehr Ersatzteile für die Trinkwasseraufbereitungsanlagen in das Land geliefert werden konnten,

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