Indien: Chronologie von Modis Machenschaften

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22-04-19 09:55:00,

Obdachlose unter einem sogenannten Overfly. Etwa 270 Millionen Inder leben von 27-30 Rupien (39 Euro-Cent) am Tag. Foto: Gilbert Kolonko

  1. Indien: Chronologie von Modis Machenschaften

  2. Modis soziale Wohltaten


  3. Auf einer Seite lesen

Ein Blick ins Detail zeigt die Unverfrorenheit und die Dimension, mit der Narendra Modi Großindustrielle unterstützt, während seine hinduistischen Anhänger zur Ablenkung Pakistan nacheifern

Im Jahr 2005 war das Image von Narendra Modi als Ministerpräsident von Gujarat stark angeschlagen: Modi soll weggeschaut haben, als drei Jahre zuvor in seinem Bundesstaat mindestens 1000 Menschen bei religiös motivierten Massakern getötet wurden. Die meisten waren Muslime.

Doch dann zog er einen “alten Hut” aus der Schublade: Modi gab bekannt, dass die Gujarat State Petroleum Corporation (GSPC) vor der Küste des Bundestaates ein Gasfeld mit 20 Billionen Kubikfuß des wertvollen Rohstoffs entdeckt habe, dessen Wert 31 Milliarden US-Dollar betrage. Modi kündigte an, dass die Regierung 210 Millionen Dollar investieren werde und schon nach zwei Jahren würde das Gas-Feld Gewinn abwerfen.

10 Jahre später kam ans Licht, Modi war mittlerweile Premierminister, dass GSPC kein Gas gefördert hat, aber dafür drei Milliarden US-Dollar Schulden angehäuft.

Damit die GSPC nicht vor den aktuellen Wahlen Pleite ging, ordnete Modi im letzten Jahr den staatlichen Konzern Oil and Natural Gas Corporation (ONGC) an, für 1,2 Milliarden US Dollar 80 Prozent der Anteile von GSPC zu kaufen, obwohl jedem Experten mittlerweile klar ist, dass aus dem Wundergasfeld kein Profit herausgeholt werden kann.

Der Autor Subir Ghosh zeigt in seinem Buch: The GSPC Disaster bis ins kleinste Detail auf, wie gelogen und betrogen wurde, damit Modi seine Gujarat-Wunderlüge verbreiten konnte. Zudem: Weder bei der Gesundheitsversorgung noch beim Thema Bildung nahm Gujarat unter Modi einen der vorderen Plätze im Vergleich der indischen Bundesstaaten ein.

Einzig die Unternehmer waren zufrieden, schafften Wachstum und schlecht bezahlte Arbeit. So wundert es nicht, dass Modi mit dem Erfolgsmodell Gujarat in den Wahlkampf 2014 ging und der Großindustrielle Gautam Adani ihm dafür seine Privatflugzeuge und einen Hubschrauber zur Verfügung stellte.

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