Die Bodenspekulation brechen, das wäre ein wichtiger Teil der notwendigen Politik für mehr Wohnungen zu einem vernünftigen Mietpreis.

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24-04-19 04:14:00,

Es ist gut, dass endlich über die Schandtat der Privatisierung von Wohnungen des öffentlichen Eigentums gesprochen wird. Es ist gut, dass auch die Frage der Enteignung von privaten Wohnungen zur Debatte steht, auch wenn ein solcher Akt wahrscheinlich unrealistisch und teuer sein wird. Wenn man über mittlere Sicht eine bessere Situation erreichen will, dann muss man die Spekulation mit dem nicht vermehrbaren Gut Grund und Boden angehen, jedenfalls anders regeln als heute. Zu diesem Zweck weise ich auf eine alte Idee hin: die Einführung einer Bodenwertzuwachssteuer und zwar auf realisierte und nicht realisierte Gewinne. Albrecht Müller.

Zunächst zur Erinnerung an eine im Zusammenhang mit Bodenspekulation und den Kampf dagegen wichtige politische Person:

In München lebt ein 93-jähriger früher aktiver und führender Politiker: Dr. Hans-Jochen Vogel. Er hat sich angesichts des Desasters mit Wohnungen und Mieten zu Wort gemeldet und an Folgendes erinnert: Grund und Boden sind nicht vermehrbar. Dort entstehen Gewinne, die auf öffentliche Leistungen und Planungen zurückzuführen sind. Deshalb tritt Hans-Jochen Vogel heute wie ausgangs der sechziger und siebziger Jahre für einen Planungswertausgleich ein.

Die Süddeutsche Zeitung hatte am 17. Februar 2019 über die Wortmeldung Hans-Jochen Vogels berichtet. Siehe hier:

Wohnen
Der Boden, auf dem wir leben

Der frühere SPD-Minister Hans-Jochen Vogel widmet seinen letzten Kampf einer Ressource, die immer teurer, aber nie mehr wird: dem Boden. …

Der Deutschlandfunk hat ausführlich über die Analysen von Hans-Jochen Vogel und seine Vorschläge berichtet. Siehe hier:

Hans-Jochen Vogel
Ein Kämpfer gegen die Bodenspekulation

Von Tobias Krone

Die Reaktion auf den Artikel in der Süddeutschen Zeitung war wohl eindrucksvoll. Die Süddeutsche Zeitung ist dann am 3. März 2019 noch einmal auf das Thema zurückgekommen und hat vom Echo berichtet. Siehe hier:

Hört endlich auf Hans-Jochen Vogel!

SZ-Leser hoffen, dass die Forderungen des 93-Jährigen SPD-Politikers bundesweit Gehör finden – und in Berlin befolgt werden.

Zum Hintergrund und den notwendigen Veränderungen insgesamt:

Hans-Jochen Vogel war in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts Oberbürgermeister der Stadt München. München war in besonderer Weise von einer großen Spekulation mit Grund und Boden geplagt. In München wurden damals durch öffentliche Entscheidungen und Planungen – etwa zur Entwicklung neuer Stadtteile – enorme Bodenpreissteigerungen ausgelöst.

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