The Wolff of Wall Street: Inflation & Deflation | KenFM.de

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26-04-19 01:20:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag um 12:00 Uhr Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Inflation & Deflation“.

Bei einer Inflation steigen die Preise auf breiter Front. Das führt dazu, dass die Kaufkraft sinkt, das Geld also an Wert verliert. Die Ursache hierfür verrät uns der Begriff selbst: Das Wort Inflation kommt vom lateinischen Verb inflare = aufblasen. Ausgelöst wird eine Inflation durch ein Aufblasen der Geldmenge. Zuständig für diese Geldmenge ist – die Zentralbank.

Eine Inflation ist also nichts anderes als die Folge einer Erhöhung der Geldmenge durch die Zentralbank.

Bei einer Deflation handelt es sich um den entgegengesetzten Prozess: Hierbei fallen die Preise auf breiter Front, so dass die Kaufkraft steigt, man also für die gleiche Menge Geld mehr Waren erhält. Ursache ist in diesem Fall eine Abnahme der umlaufenden Geldmenge.

Diese Abnahme kann verschiedene Ursachen haben. Es kann an einer Überproduktion liegen, durch die das Angebot die Nachfrage übersteigt – mit der Folge, dass die Anbieter, um ihre Waren loszuwerden, die Preise senken müssen. Es kann aber auch an sinkender Kaufkraft liegen, zum Beispiel bei anhaltend hoher Arbeitslosigkeit oder bei stagnierenden oder fallenden Reallöhnen. Es kann aber auch an einer Rezession liegen, also einem deutlich Rückgang des Wirtschaftswachstums, was einerseits zu Massenentlassungen und andererseits zu vermehrtem Sparen führt, weil die Menschen aus Zukunftsangst zögern, ihr Geld auszugeben.

Das Grundproblem in unserem Wirtschaftssystem besteht darin, dass der Fortschritt der Technik und die ständige Rationalisierung der Massenproduktion die Herstellungskosten von Waren unablässig senken, wir es also mit einer tendenziellen Deflation zu tun haben. Andererseits aber ist das System kreditgetrieben und es gibt niemanden, der eine solche Deflation mehr fürchtet als diejenigen, die Schulden haben.

Warum? Bei einer Deflation sinken nicht nur die Preise, sondern auch die Einnahmen sowohl der Unternehmen als auch des Staates. Was aber nicht sinkt, ist der Schuldenstand,

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