Facebook zerschlagen

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01-05-19 01:06:00,

Wer angesichts dieser Forderung das Gespenst des Kommunismus umgehen sieht, liegt ziemlich falsch. Das Versprechen, Facebook zu zerschlagen, gab vielmehr eine US-demokratische Senatorin, die die nächste Präsidentin der USA werden will. Aber alles der Reihe nach. Von Wolf Wetzel.

Wer hätte das gedacht: Auch auf Facebook, das als „soziales Netzwerk“ geliked und missverstanden wird, gibt es Wahres und Unwahres, Richtiges und Falsches, Umstrittenes und Anstößiges, Überprüfbares und Spekulatives. Kurz zusammengefasst: Auch dort gibt es das, was es überall in den Medien gibt, ob man sie für sozial, öffentlich-rechtlich oder profitabel hält: Halbwahrheiten, Lügen, Falschmeldungen – und wer das besser versteht: „Fake News“.

Die „guten“, herrschaftssichernden Fake News…

Werfen wir einmal einen Blick auf die Leit-Medien in der Hand einer extremen Minderheit. Nehmen wir zum Beispiel das „KZ in Pristina“ aus dem Jahr 1999 in der ehemaligen Bundesrepublik Jugoslawien. Dieses hat erst der „Verteidigungs“-Minister Scharping erfunden, damit es genauso von allen Medien korrekt wiedergegeben werden konnte, mit dem Ziel, aus einem „Völkergefängnis“ (in das der damalige Außenministers Klaus Kinkel schon sehr früh Jugoslawien verwandelt hatte, um den ‚Ausbruch’ vorzubereiten) eine Kolonie des Westens zu machen. Diese Fake News schafften es ohne Mühe in alle großen Zeitungen und Fernsehanstalten.

Oder die „Brutkastenlüge“ (Kuwait 1990) und die Lüge von den „mobilen Massenvernichtungswaffen“ im Irak 2003, die alle Medien zusammen verbreitet hatten, um ihren Beitrag zum Krieg gegen den Irak abzuliefern.

Um diese Fake News geht es jedoch nicht, wenn ganz plötzlich der Wahrheit zur Macht verholfen werden soll. Denn diese Fake News dienten einem „guten Zweck“: Kriegsverbrechen. Dafür hatte man nachweislich Fake News eingesetzt – eben „gute“.

… Und die bösen Fake News

Hier geht es um die bösen Fake News, also solche, die nicht selbst freigesetzt wurden.

Seit geraumer Zeit wird zu Säuberungsaktionen in „sozialen Netzwerken“ aufgerufen von Medien, die Fake News am laufenden Meter produzieren und keinerlei Scheu zeigen, damit fortzufahren. Sie befürchten doch tatsächlich, dass man mit Fake News Hass, Gewalt und Verwirrung verbreiten könne. Ja, man höre und staune, das ist ein ganz neues, brandaktuelles Phänomen: Mit gezielten Falschmeldungen könne man sogar Menschen beeinflussen, ggf. auch aufhetzen, bis hin zu manipulierten Wahlen.

Nun rollen Woche für Woche entsprechende Nachrichten und Aufmacher über Fake News wie Militärlaster heran.

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