Ein weiterer gescheiterter Putschversuch Juan Guaidós

ein-weiterer-gescheiterter-putschversuch-juan-guaidos

02-05-19 09:57:00,

Vier Monate nach dem ersten und neun Wochen nach dem zweiten gescheiterten „Humanitäre-Hilfe-Putschversuch“ von Cúcuta (Venezuela – Nach dem Fiasko der „Schlacht von Cúcuta” drohen die USA Präsident Nicolás Maduro mit Lynchmord) riefen im Morgengrauen des vergangenen Dienstags rund 150 abtrünnige Militärs niederer Ränge mit Oppositionsführer Juan Guaidó zum bewaffneten Staatsstreich auf. Auch dieser dritte Versuch, die Regierung Nicolás Maduro durch Waffengewalt zu stürzen, scheiterte noch einmal an einer entscheidenden, doch wiederholten Fehleinschätzung: der erhoffte, breite Aufstand der bolivarischen Streitkräfte (FANB​​) fand nicht statt. Trotz hier und dort abbröckelnder Splittergruppen, stehen die mehr als 350.000 Mann zählenden Waffengattungen des Heeres, der Marine und der Luftwaffe nach wie vor loyal zum zwar umstrittenen, doch 2018 in freien Wahlen wiedergewählten Staatspräsidenten. Von Frederico Füllgraf.

Von den Regierungen Mexikos, Kubas, Boliviens und selbst Spaniens mit scharfen Worten verurteilt, wurde der Putschversuch vom US-Vizepräsidenten Mike Pence und Außenminister Mike Pompeo begrüßt. Der Unterstützung schlossen sich die konservativen Regierungen Kolumbiens und Argentiniens, das brasilianische Bolsonaro-Regime, Luis Almagro – Sekretär der Organisation der amerikanischen Staaten (OEA) – sowie Antonio Tajani, Präsident des Europäischen Parlaments, an. Spaniens Regierung, die im Januar voreilig Juan Guaidó als legitimen „Interimspräsidenten” anerkannt hatte, vollzog mittlerweile eine Wende und erklärte: „Es sollte klar sein, dass Spanien keinen Militärputsch unterstützt”.

Lang währte der Putschversuch ohnehin nicht. Am Morgen des 30. April brach Oppositionspolitiker Leopoldo López samt seiner Familie aus seinem Hausarrest aus und flüchtete zunächst in die Botschaft Chiles, die jedoch überfüllt war, und dann in die spanischen Botschaft. 25 am Putsch beteiligte Militärs ersuchten zeitgleich in der brasilianischen Botschaft in Caracas um Asyl. Nachdem der Schusswechsel zwischen den Putschisten und Regierungstruppen eingestellt wurde, erklärte die Regierung Maduro den Putschversuch für gescheitert (Maduro da por derrotada la ‘escaramuza golpista’ y advierte de … – EITB).

Das wiederholte Fiasko Guaidós macht der US-Regierung seit dem gescheiterten „Humanitäre-Hilfe-Manöver“ von Ende Februar 2019 schwer zu schaffen; eine Gemütslage, die man in Washington offenbar mit rhetorischem „Ausgleich“ und wishful thinking in der Balance zu halten versucht. So US-Außenminister Mike Pompeo. Bekannt für die schamlose Verbreitung von Falschnachrichten, behauptete er gegenüber CNN diesmal (Mike Pompeo a CNN: Maduro y aliados de alto rango se preparaban para salir de Venezuela, Rusia los detuvo),

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: