Die Kriegsmacht

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03-05-19 07:20:00,

Nach den Beiträgen über den Sündenfall der Bundesrepublik Deutschland beim verheerenden Krieg gegen Jugoslawien, dem Afghanistankrieg, der jetzt nach 18 Jahren wohl bald als verloren angesehen werden muss, und dem zweiten Krieg der USA gegen den Irak berichte ich in diesem vierten Teil, wie Deutschland am Angriffskrieg gegen Libyen teilnahm „wegen der Verpflichtungen der NATO gegenüber“. Diese waren offensichtlich wichtiger als das deutsche Grundgesetz.

EuroNews berichtet am 20. März 2011:

„Die Luftstreitkräfte der Alliierten haben die Offensive von Gaddafis Truppen gegen die Rebellen in Bengasi erfolgreich gestoppt. Seit Beginn der Operation am Samstag habe es keine Angriffe auf die Stadt gegeben, das berichten Augenzeugen“ (1).

Vielleicht war Gaddafi ein Diktator, denn die Menschen konnten nicht am Spektakel von Wahlen teilnehmen wie in einer „repräsentativen Demokratie“ im Westen. Aber das Land bot den Menschen einen der höchsten Lebensstandards in Afrika, leistete umfangreiche Hilfe für viele ärmere Länder, bot Migranten Arbeitsplätze und stellte sicher, dass die Menschenrechte auf Unterkunft, Krankenversorgung, Nahrung und Sicherheit gewährleistet waren.

Unter Gaddafi war auch Bildung kostenlos. Und er realisierte das größte Wasserkontrollprojekt in der Geschichte der Menschheit, um dem ganzen Land sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Libyen hatte im Ausland keine Schulden, aber 150 Milliarden Vermögen, das von seinen Feinden eingefroren worden war.

Die Gleichheit der Geschlechter war gesetzlich festgelegt und niemand musste hungern. Die Verstaatlichung der Ölindustrie kam allen Menschen Libyens zugute. Und mit riesigen Goldvorräten plante Gaddafi, Afrika mit einer goldgedeckten Währung zu einigen, und damit die Reste kolonialer Herrschaft abzuschütteln.

Wie im Irakkrieg nahm Deutschland nicht offiziell am Krieg gegen Libyen teil. Cicero beschrieb die offiziell verkündete deutsche Haltung:

„Eine Entscheidung im UN-Sicherheitsrat stand an, dem Deutschland zu jener Zeit turnusmäßig angehörte. Und der deutsche Außenminister wies den deutschen Botschafter in einer spektakulären Aktion zu einer Enthaltung an.

Was war die Empörung groß! Joschka Fischer, ewiger Antipode Westerwelles, dessen Vorgänger als Außenminister und selbsternannter Weltgeist, erkannte in der Aktion „das vielleicht größte Debakel seit Gründung der Bundesrepublik“. Das gesamte außenpolitische Kommentariat Deutschlands und der Welt fiel über den damaligen FDP-Chef her. Die Causa war der letzte Tropfen, den es noch brauchte, um ihn jenen Parteivorsitz zu kosten“ (2).

An vorderster Front für die Unterstützung des Krieges gegen Libyen stand die einstige Anti-Kriegs-Partei „Bündnis90/Die Grünen“.

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