Ukraine: Staatsanwaltschaft lädt Poroschenko zum Verhör wegen Todesschüssen vom Maidan | Anti-Spiegel

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06-05-19 02:12:00,

Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine hat den scheidenden Präsidenten Poroschenko am 6. Mai für den 7. Mai zum Verhör geladen. Es geht um die Todesschüsse auf dem Maidan im Februar 2014. Das meldet die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf eine ukrainische Agentur.

Die Ermittlungen zu den Todesschüssen auf dem Maidan sind seit 2014 nicht vorangekommen. Das wurde auch von internationalen Beobachtern wie dem UNHCR immer wieder kritisiert, ohne dass die westlichen Medien davon Notiz genommen hätten. Der Maidan brachte den scheidenden Präsidenten 2014 an die Macht. Nachdem nun feststeht, dass er das Amt räumen wird, kommt plötzlich Bewegung in die Ermittlungen.

Poroschenko hat ohnehin juristische Probleme, ihm drohen einige Verfahren wegen Bestechung, Unterschlagung und auch wegen seiner Rolle beim Maidan. Details dazu finden Sie hier.

Poroschenko ist schon im November 2016 zu den Vorfällen auf dem Maidan befragt worden, hat es dann aber abgelehnt, das Protokoll der Befragung zu unterschreiben. Auch dies wird nun von der Staatsanwaltschaft erneut gefordert.

Poroschenko selbst hatte vor kurzem den ermittelnden Staatsanwälten die stockenden Ermittlungen vorgehalten. Die Staatsanwaltschaft konterte jedoch, dass die Verzögerungen Poroschenko persönlich zu verantworten habe, da er Gesetze unterschrieben habe, die die Ermittlungen auf prozessualem Weg behinderten. Ermittlungsbehörden der Ukraine haben vor drei Wochen neue Verfahren wegen der Todesschüsse eröffnet und Ermittlungen gegen führende Mitglieder des Maidans und der danach an die Macht gekommenen Regierung eingeleitet.

Die ausführlichen Details zu den Todesschüssen auf dem Maidan finden Sie hier.

Wenn Sie sich für die Ukraine nach dem Maidan und für die Ereignisse des Jahre 2014 interessieren, als der Maidan stattfand, als die Krim zu Russland wechselte und als der Bürgerkrieg losgetreten wurde, sollten Sie sich die Beschreibung zu meinem Buch einmal ansehen, in dem ich diese Ereignisse detailliert auf ca. 800 Seiten genau beschreibe. In diesen Ereignissen liegt der Grund, warum wir heute wieder von einem neuen Kalten Krieg sprechen. Obwohl es um das Jahr 2014 geht, sind diese Ereignisse als Grund für die heutige politische Situation also hochaktuell, denn wer die heutige Situation verstehen will, muss ihre Ursachen kennen.

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