Israels Musterknabe

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15-05-19 07:11:00,

Im Januar 2018 begann die Internet-Seite JusticeNow! mit einem Artikel, der Israel als Apartheidstaat bezeichnete. Der Autor Jakob Reiman hatte im Sommer 2014 sein Masterstudium in Biochemie in Dresden absolviert und arbeitete dann an der naturwissenschaftlichen Fakultät der An-Najah National University in Nablus, Palästina. Der Text des Artikels startete mit einem Zitat Richard Falks, der eine UNO Untersuchung mit den Worten vorstellte: „Israel ist des internationalen Verbrechens der Apartheid schuldig“.

Seine Worte wurden ergänzt durch die Aussagen seiner Kollegin Virginia Tilley: „Wir reden nicht länger vom Risiko der Apartheid, sondern von der Anwendung von Apartheid“. Der Artikel erklärte dann, nach welcher Systematik die UNO-Untersuchung vorging und welches Ergebnis im Einzelnen zu diesem harten Urteil führte. Später wurde der Bericht auf Druck der USA zurückgezogen, was aber seinem Inhalt keinen Abbruch tut. Im Gegenteil zeigt der Vorgang, welche Macht eingesetzt wird, um die Nachrichten zu Israel zu formen.

Im Februar beeindruckte mich ein Artikel von Revital Hovel in der israelischen Zeitung Haaretz. Der Artikel beschrieb eine Rede der israelischen Justizministerin, die erklärte, dass der jüdischen Mehrheit auch auf Kosten der Menschenrechte mehr Rechte gewährt werden müsse. Sie äußerte sich kritisch und abwehrend gegenüber der Idee, dass alle Israelis mit israelischem Pass auch vor dem Gesetz gleich behandelt werden sollten.

Im gleichen Monat, angesichts der zunehmenden Beseitigung des Terrorismus in Syrien, wurde ein Artikel in „The Times of Israel“ aus dem Jahr 2014 wieder aktuell zitiert, in dem über einen Bericht der UNO über die Zusammenarbeit der israelische Armee mit den „Aufständischen“ in Syrien diskutiert wurde.

„Der Bericht benutzt den Begriff ‚bewaffnete Mitglieder der Opposition‘ als verschleiernden Begriff, der Rebellen und Dschihadisten beschreibt, die in Syrien gegen die Regierung kämpfen.“

Diese Beschönigung in der UNO-Beschreibung der Kooperation der israelischen Regierung mit bewaffneten Aufständischen, die gegen die legitime Regierung des Nachbarlandes kämpfen, und allgemein als Terroristen bezeichnet werden müssten, steht ganz im Gegensatz zu der Behauptung von Maas, die UNO wäre israelfeindlich eingestellt.

Im März wurde bekannt, dass die libanesische Hisbollah in den USA als Terrorgruppe gelistet werden sollte, obwohl sie gerade im Kampf gegen den Terrorismus in Syrien große Opfer gebracht und verhindert hatte, dass dieser Terrorismus auf den Libanon übergriff. Der Hisbollah wurden 7 oder 8 Angriffe im Lauf der vergangenen Jahrzehnte außerhalb des Landes vorgeworfen,

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