mords-spas

15-05-19 07:15:00,

„Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden“ (aus der Präambel der UNESCO).

Am 16. Februar 2019 schrieb Jochen Siegle in der Neuen Zürcher Zeitung, Videogames sollen nicht gewalttätig machen, das habe eine Studie der Universität von Oxford ergeben. Auch nicht Kriegsspiel-Games wie „Counter Strike“ („Der Gegenschlag“) und „Call of Duty“ („Der Ruf der Pflicht“) (1, 2, 3).

Abgesehen von der Frage, ob PC-Kriegs-Video-Spiele wirklich nicht gewalttätig machen, wie„Oxford Study” behauptet, sind diese Spiele vor allem für die Games-Industrie ein gutes Geschäft. 2018 betrug der jährliche Umsatz dieser „Industrie” weltweit über 80 Milliarden US-Dollar. Nützlich für Armeen sind speziell Ego-Shooter-Games, in denen Spieler mit Schusswaffen und allerlei Kriegsgerät den Gegner bekämpfen. Kriege werden in diesen Spielen meist verherrlicht und als etwas Alltägliches dargestellt. Die Rekrutierung von Soldaten wird so erleichtert.

In Games werden auch Feindbilder aufgebaut, die notwendig sind, um Kriege überhaupt führen zu können: Einmal sind diese Feinde „Islamisten“, „Araber“, dann „Chinesen“, und natürlich wie früher wieder einmal „Russen”.

Das populärste Spiel auf dem Games-Markt in der Schweiz soll „Counter Strike” sein, ein Schiessspiel, ein Killergame, das wegen der dargestellten Gewalt erst ab 18 Jahren legal gespielt werden darf.

Was sind „Counter Strike“ und „Call of Duty“ nun für Computerspiele? Im Game „Counter Strike“ kämpfen zwei Gruppen miteinander, Terroristen und eine Antiterroreinheit. Durch die Tötung des Gegners oder der Erfüllung von Missionszielen erhält der einzelne Spieler Punkte, sowie virtuelles Geld. Die Missionsziele sind für die Antiterroreinheit meist das Befreien von Geiseln oder für die Terroristen das Legen einer Bombe. Für Abschüsse eigener Teammitglieder oder Geiseln werden dem Spieler Geld und Punkte abgezogen. Im Kriegsspiel „Call of Duty“ dagegen übernimmt der Spieler die Rolle eines Soldaten in einem Kriegsszenario.

Die erste Version von 2003 spielte im Zweiten Weltkrieg. In solchen Games werden virtuell in kurzer Zeit mehr Menschen umgebracht, als beim kürzlichen Angriff eines Irren auf zwei Moscheen in Christchurch in Neuseeland oder durch Friederich Leibacher, als er am 27. September 2001 im Zuger Kantonsparlament in der Schweiz das Feuer eröffnete und 14 Menschen erschoss.

Der Tages-Anzeiger, die Neue Zürcher Zeitung, 20 Minuten und andere Medien in der Schweiz stellen seit Jahren regelmäßig die neuesten Games vor,

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