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20-05-19 09:05:00,

In der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ ging es am Sonntag auch um die Iran-Krise. Da diese Krise und die wachsende Kriegsgefahr im Golf auch in Deutschland die Schlagzeilen beherrscht, ist es interessant zu sehen, wie Russland diese Situation beurteilt. Ich habe daher den Beitrag übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Im Iran ist die Situation wie bei einem Pulverfass im Funkenflug. Es ist sehr gefährlich für die ganze Welt. Angefangen hat Amerika, als es im vergangenen Jahr ohne Grund aus dem sogenannten Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen ist. Allein und sogar gegen den Willen seiner NATO-Verbündeten. Trotz der Warnungen Russlands und Chinas. Den USA ist die Meinung anderer wurscht. Danach verhängten die Amerikaner illegale Sanktionen gegen den Iran und verboten Anfang Mai allen Ländern der Welt, Öl, Stahl, Kupfer und Aluminium aus dem Iran zu kaufen. Der Iran drohte als Reaktion, sich nicht mehr an die freiwillig übernommenen Beschränkungen des Atomabkommens zu halten. Trump war sauer und schickte eine Armada von sieben Kriegsschiffen an die Küsten des Iran. Jetzt sind sie da und bereit zum Kampf.

Welche Schiffe sind das? Der Flugzeugträger „Abraham Lincoln“, der bis zu 90 Flugzeuge und Hubschrauber tragen kann. Zwei amerikanische Zerstörer, „McFaul“ und „Gonzalez“, sind bereits im Persischen Golf. Jedes dieser Schiffe verfügt über 90 Tomahawk-Marschflugkörper. Am Eingang zum Persischen Golf befindet sich auch das universelle Amphibienschiff „Kearsarge“. An Bord sind bis zu 30 Flugzeuge und Hubschrauber, darunter supermoderne Jagdbomber der fünften Generation vom Typ F-35 B.

In die gleiche Region wurde das Landungsschiff „Arlington“ entsandt, das bis zu 700 Soldaten und 14 Fahrzeuge aufnehmen kann. Zu der Kampfgruppe gehören auch der amerikanische Raketenkreuzer „Leyte Gulf“, der Zerstörer „Bainbridge“ und für den Anschein, Partner zu haben, die spanischen Fregatte „Mendez Nunez“. (Anm. d. Übers.: Die „Mendez Nunez“ hat den Verband mittlerweile verlassen, weil Spanien sich nicht in einen möglichen Krieg am Golf hineinziehen lassen möchte) Zudem wird das Luftabwehr-und Raketensystem Patriot wieder in die Region gebracht. Das Pentagon erklärte, dies sei notwendig, um die Trägergruppe und die US-Air-Force zu stärken.

Das ist die Situation. Nun zu den offiziellen Verlautbarungen. Trump sagt, er hoffe, einen Krieg mit dem Iran zu vermeiden. Okay, aber warum ist dann so viel amerikanisches Eisen dort hingeschickt worden?

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