Kommentar: Weiter mit Modis Indien (Made in China)

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23-05-19 02:25:00,

Nach den ersten fünf Modijahren sind Einkommensungleichtheit und religöser Hass gestiegen. Foto: Gilbert Kolonko.

Indiens Wähler haben sich nicht von Fakten beeindrucken lassen und geben Narendra Modi mit seiner Bharatiya Janata Partei erneut den Auftrag, die nächste Regierung zu bilden

Bei den indischen Parlamentswahlen hat heute die Auszählung der Stimmen begonnen. Schon jetzt ist klar, dass die Regierungspartei und ihre Partner weit über 300 Sitze gewonnen haben. 272 sind für die absolute Mehrheit nötig. Die Opposition, angeführt durch die Kongress Partei, wird auf etwa 100 Sitze kommen. Regionale Parteien um die 140. Einzig die südindischen Staaten Kerala und Tamil Nadu haben sich gegen den Trend gestellt.

Auch die Nachricht, dass die Modi-Regierung selbst die guten Zahlen des Wirtschaftswachstums manipuliert, hat ihre Wiederwahl nicht verhindert: Vor einer Woche, vor dem letzten Akt des wochenlangen Wahlmarathons, hatte die Regierungsbehörde National Sample Survey Office einen Bericht veröffentlicht: Demnach sind in einem wichtigen Datensatz zur Wachstumsberechnung etwa 39 Prozent der Unternehmen falsch eingestuft, existieren nur auf dem Papier oder sind inaktiv.

Zumindest können sich jetzt viele Wirtschaftsexperten erklären, warum in Indien die höchste Arbeitslosigkeit seit 45 Jahren herrscht. Dieser erneute Trick reiht sich ein, in das Prinzip Modi: Angefangen mit seinem Vorzeige Projekt als damaliger Ministerpräsident von Gujarat, der Gujarat State Petroleum Corporation (GSPC), das Milliarden von Dollar in die Staatskassen spülen sollte: Am Ende stellte sich heraus, dass GSPC zwei Milliarden Schulden angehäuft hat und durch Steuergelder gerettet werden musste.

Über Modis gebrochenes Versprechen den Ganges zu reinigen: Nach fünf Jahren Modi ist der Ganges an den meisten Stellen dreckiger als vorher. Dazu steckt Indien wegen der verdreckten Flüsse in der wohl größten Wasserkrise in der Geschichte des Landes. Auch von einem anderen Versprechen Modis ist nicht übrig geblieben – Indiens Politik von der Korruption und den Klüngeleien mit den Wirtschaftsbossen zu befreien: Das hat Modis Klientelpolitik mit den Konzernbossen Gautam Adani, Anil Agarwal und den Ambani Brüdern gezeigt.

Die Einkommensungleichheit kann in Indien vor jedem Tempel beobachtet werden. Foto: Gilbert Kolonko.

Auch unter Modi sind die Armen ärmer geworden. Dem reichen einen Prozent Indiens gehören mittlerweile 73 Prozent des Vermögens,

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