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25-05-19 12:40:00,

Der Wiener Anwalt hat seine Mitwirkung am Ibiza-Video inzwischen gestanden. Er bezeichnet es in einer Mitteilung als »zivilgesellschaftlich motiviertes Projekt, bei dem investigativ-journalistische Wege beschritten wurden«, und das »in der Folge eine Eigendynamik entfaltet« habe.

Das Online-Portal EU-Infothek, das die Umstände der Produktion bisher fast im Alleingang aufgedeckt hat, berichtet ferner von »Verbindungen als österreichische Polizei- und Geheim­dienst­spitzel, zumindest eines, wenn nicht von beiden Personen [d.h. Anwalt und Privatspion].«

EU-Infothek folgert: »Wenn diese Information richtig ist, würden österreichische Geheimdienste schon lange detailliert über das Video informiert sein und es sogar zur Verfügung haben.«

Im Februar 2018 ordnete FPÖ-Innenminister Kickl eine Hausdurchsuchung beim Geheimdienst BVT an. Der BVT wurde in der Folge europaweit isoliert. Kickl wurde am 20. Mai 2019 von Kanzler Kurz entlassen. Ob ein Zusammenhang zum Video besteht, ist aber weiterhin unklar.

Klar ist hingegen, dass das Video nun in einem europapolitisch-transatlantischen Kontext für einen Regierungswechsel eingesetzt wurde.

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