Israelisches Militär führt im Westjordanland ein KI-basiertes Überwachungssystem ein

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03-06-19 07:51:00,

Bild: IDF

Das System soll verdächtiges Verhalten ausmachen und durch automatische Warnung über eine Smartwatch Soldaten schneller eingreifen lassen

Im Westjordanland führen die israelischen Streitkräfte (IDF), wie Medien und die IDF berichten, ein neues Überwachungssystem ein, das verdächtige Bewegungen von Palästinensern frühzeitig erkennen und die israelischen Soldaten warnen soll, um präventiv einzugreifen. Nach dem IDF würden die Soldaten oft zu langsam reagieren, daher müsse die Zeit verkürzt werden, um sie schneller zum Einsatz zu bringen. Man erwartet weitere Angriffe als Reaktion auf Trumps Friedenplan, der von den Palästinensern abgelehnt wird.

Das Überwachungssystem soll wegen einiger Angriffe auf jüdische Siedler und Soldaten in der Nähe von jüdischen Siedlungen eingeführt werden, die sich seit Dezember 2018 ereignet haben, aber auch wegen der Angriffe von Einzelnen (lone wolves), die beginnend 2015 mit Messern oder dem Rammen von Autos ausgeführt wurden. Allerdings sind die Angriffe seit 2016 weniger geworden. Die völkerrechtswidrig errichteten Siedlungen im Westjordanland, das bereits mit einer Mauer und Sperranlagen von Israel ebenso wie der Gazastreifen abgetrennt wurde, sind oft gut geschützte Anlagen, die mit Straßen verbunden sind, auf denen Palästinenser nicht fahren dürfen und die das Land für diese zerstückeln. Israel nützt die Notlage bzw. den Konflikt mit den Palästinensern und Hisbollah auch aus, um militärtechnische Innovationen wie den Iron Dome, Drohnen, Hightech-Grenzen, Überwachungstechniken etc. zu entwickeln und zu exportieren.

Bei den Vorfällen ging es meist um Männer, die mit Schusswaffen Siedler und Soldaten angegriffen haben und wieder untertauchen konnten. So hatte ein Mann am 9. Dezember das Feuer auf eine Bushaltestelle außerhalb der Ofra-Siedlung eröffnet und sieben Menschen angeschossen, darunter eine schwangere Frau, deren Fötus dabei getötet wurde. Ein paar Tage später hat der Bruder des Täters ebenfalls auf eine Bushaltestelle in der Nähe der Siedlung Givat Assaf geschossen und zwei Soldaten getötet sowie zwei weitere Juden verletzt. Am 17. März hat ein weiterer Attentäter zuerst einen israelischen Soldaten getötet und mit dessen Gewehr einen Siedler erschossen. Beunruhigend war für die israelischen Sicherheitskräfte, dass die Angreifer fliehen oder sogar noch weitere Anschläge ausführen konnten. Israelische Sicherheitskräfte sind allerdings auch schnell im Schießen. So wurde am 31. Mai ein 16-jähriger Palästinenser erschossen, der angeblich Teil einer Gruppe war, die einen Kontrollposten umgehen wollte.

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