Konferenz in Russland: Interessante Aussagen von Putin und anderen Präsidenten bei der Podiumsdiskussion | Anti-Spiegel

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07-06-19 07:00:00,

In St. Petersburg findet in diesen Tagen das größte Wirtschaftsforum Russlands statt und derzeit läuft dort eine spannende Podiumsdiskussion mit Präsident Putin, die von einem Nachrichtensender in Russland live übertragen wird.

Zu dem Petersburger Wirtschaftsforum reisen jedes Jahr führende Politiker und Wirtschaftslenker aus der ganzen Welt an, die größte Delegation kommt übrigens oft aus den USA. Es werden jedes Jahr Verträge in Höhe von mehreren Milliarden auf dem Forum abgeschlossen. Der Höhepunkt des Forums ist aber jedes Jahr die Podiumsdiskussion, an der auch Vladimir Putin jedes Jahr teilnimmt und sich den Fragen von Journalisten stellt und mit den Teilnehmern diskutiert.

Heute sind die Teilnehmer der Diskussion neben Putin auch der chinesische Präsident, der Präsident von Bulgarien, die Premierminister von Armenien und der Slowakei, sowie der UNO-Generalsekretär. Interessant ist, dass alle Teilnehmer der Diskussion die US-Politik recht deutlich kritisieren, wobei sie es so gut wie möglich vermeiden, die USA beim Namen zu nennen. Die Ausnahme ist wie üblich Putin selbst, der in seiner Rede die Politik der USA sehr deutlich kritisiert hat und auch keine Angst hatte, die USA unmissverständlich beim Namen zu nennen.

Wer mein Buch über Putin gelesen hat, hat von dem Petersburger Wirtschaftsforum schon gehört, denn ich habe in dem Buch viele Teile aus den Podiumsdiskussionen der letzten Jahre zu den verschiedensten Themen übersetzt und wörtlich zitiert.

Ich bin gespannt, ob und welche Teile von Putins Aussagen die deutschen Medien aufgreifen. Ich werde in den nächsten Tagen, sobald die Wortprotokolle veröffentlicht sind, die Rede Putins und die interessantesten Teile der Podiumsdiskussion übersetzen und veröffentlichen.

Es gab sehr viele interessante Aussagen zu verschiedenen Themen. Putin wiederholte seine Kritik an der Globalisierung und an der Politik der USA. Aber es gab auch Überraschungen, so hat zum Beispiel gerade jetzt der bulgarische Präsident mitgeteilt, dass Bulgarien sehr gerne an dem chinesischen Projekt der neuen Seidenstraße teilnehmen würde, was man in den deutschen Medien noch nicht gehört hat und was in Washington als Kampfansage verstanden werden dürfte.

Der bulgarische Präsident sagte direkt an den chinesischen Präsidenten gewandt, dass er sich über ein Gespräch darüber freuen würde. Man darf erwarten, dass die beiden nach der Diskussion spontan für eine Stunde in einem Konferenzraum verschwinden werden, denn China sucht Partner für das Projekt in Europa.

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