mh17:-nach-der-kritik-von-malaysias-regierungschef-am-jit

13-06-19 08:08:00,

Rekonstruiertes Cockpit der MH17. Bild: Dutch Safety Board

Malaysia wollte man von Anfang nicht dabei haben. Bestätigt ein Marschbefehl der 53. Luftabwehrbrigade von Juni 2014 deren Beteiligung am Abschuss?

Im Fall des Abschusses der malaysischen Passagiermaschine MH-17 lief alles seinen Gang. Das schon kurz nach dem Abschuss ausgegebene Narrativ, dass die von Russland unterstützten Separatisten oder Russland direkt dafür verantwortlich waren, schien sich Schritt für Schritt zu bestätigen, zumal aus Russland verschiedene Hypothesen angeboten wurden, die sich kaum halten ließen, und erst einmal auch keine Radarbilder. Dann legte sich das Gemeinsame Ermittlungsteam JIT fest, dass die Buk-Rakete, mit der MH17 abgeschossen wurde, aus Russland kam, gestützt weitgehend auf Bellingcat. Kurz darauf beschuldigten die niederländische und australische Regierung Moskau direkt, für den Abschuss verantwortlich zu sein. Es wurde allerdings bislang noch immer keine Anklage gegen die mutmaßlichen Verantwortlichen vor einem Gericht erhoben.

Am 17. Juli vor 5 Jahren wurde die MH17 abgeschossen. In der Ukraine gibt es einen neuen Präsidenten, der offenbar irgendwie versuchen will, eine Verständigung mit Russland zu erreichen, während der Ukraine-Konflikt, der weiter schwelt, schon länger kein Top-Thema mehr ist. Die Frage ist zunehmend, zu welchem Ergebnis das JIT kommt, wenn es denn überhaupt gerichtsfeste Beweise geben sollte.

Die Ukraine war auffällig schnell aus dem Schussfeld genommen worden, obgleich Kiew trotz Erkenntnissen und vermutlich aus Gründen, keine Einkünfte zu verlieren, den Flugraum über dem umkämpften Gebiet nicht gesperrt hatte. Kritisch war schon, dass die Ukraine überhaupt ins JIT aufgenommen wurde, mit der Folge, die Untersuchung beeinflussen zu können, zumal Kiew behauptet, dass just an dem Tag des Abschusses keine Radarstation aktiv war, was bestritten wird. Beschuldigungen der Separatisten basierten zunächst vorwiegend auf Informationen des ukrainischen Geheimdienstes SBU, der alles andere als objektiv ist. Vor allem aber wurden nicht verschiedene Möglichkeiten verfolgt oder auch nur erwogen, sondern lediglich nach Hinweisen auf die Verantwortung der Separatisten und Russland. Darauf deutet einiges hin, aber Alternativen wurden erst gar nicht in die Ermittlungen einbezogen.

Malaysias Rolle im JIT

Bislang hatten nur Russland und einige Journalisten und Blogger Zweifel am Narrativ erhoben, auch wenn klar war, dass das JIT gespalten war, schließlich sind nur die Niederlande und Australien vorgeprescht, um direkt Russland zu beschuldigen, nicht aber Belgien und Malaysia. Die Ukraine macht sowieso Russland verantwortlich,

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